Pri­va­te Kran­ken­ver­si­che­rung

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Die pri­va­te Kran­ken­ver­si­che­rung (PKV) ist eine Alter­na­ti­ve zur gesetz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung (GKV). Die PKV bie­tet einen Basis­ta­rif, der dem Leis­tungs­um­fang der GKV ent­spricht. Dar­über hin­aus gibt es wei­te­re Tari­fe mit einem teil­wei­se deut­lich grö­ße­ren Leis­tungs­um­fang. Dafür sind aber auch die Bei­trä­ge höher. Geeig­net ist die PKV vor allem für Bes­ser­ver­die­ner und Selbst­stän­di­ge, die nicht zur Mit­glied­schaft in der gesetz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung ver­pflich­tet sind.

Brau­che ich eine pri­va­te Kran­ken­ver­si­che­rung?

Nicht unbe­dingt. Du musst selbst ent­schei­den, ob dir die Vor­tei­le einer pri­va­ten Kran­ken­ver­si­che­rung das Geld wert sind. Der größ­te Vor­teil ist natür­lich der Leis­tungs­um­fang. Als Pri­vat­pa­ti­ent kannst du bes­se­re Leis­tun­gen erhal­ten als ein Kas­sen­pa­ti­ent. Zusätz­lich kannst du dei­nen Ver­si­che­rungs­schutz indi­vi­du­ell an dei­ne Bedürf­nis­se anpas­sen.

Mit einer PKV kannst du dir auch ande­re Ver­si­che­run­gen spa­ren. Mit einer guten pri­va­ten Kran­ken­ver­si­che­rung benö­tigst du zum Bei­spiel kei­ne eigen­stän­di­ge Zahn­zu­satz­ver­si­che­rung und auch Kran­ken­ta­ge­geld musst du nicht extra absi­chern. Auch im Bereich der Psy­cho­the­ra­pie ist eine PKV von Vor­teil, da in der Regel deut­lich mehr Sit­zun­gen über­nom­men wer­den und teil­wei­se auch kei­ne vor­he­ri­ge Geneh­mi­gung erfol­gen muss.

Als Selbst­stän­di­ger fällst du nicht unter die gesetz­li­che Ver­si­che­rungs­pflicht. Du kannst frei­wil­lig in die gesetz­li­che Kran­ken­ver­si­che­rung ein­zah­len, wenn du möch­test. Ansons­ten ist die pri­va­te Kran­ken­ver­si­che­rung ange­ra­ten. Grund­sätz­lich kann jeder in die PKV wech­seln. Der Schritt soll­te aller­dings wohl­über­legt erfol­gen, da es nur unter bestimm­ten Umstän­den mög­lich ist, zurück in die GKV zu wech­seln.

Was kos­tet eine pri­va­te Kran­ken­ver­si­che­rung?

Die Kos­ten einer pri­va­ten Kran­ken­ver­si­che­rung kann man nicht fest bestim­men. Es gibt zu vie­le Fak­to­ren, wel­che sich auf die Bei­trä­ge aus­wir­ken. Einer ist selbst­ver­ständ­lich der Leis­tungs­um­fang. Wei­te­re Fak­to­ren sind bei­spiels­wei­se dein Alter und dein Beruf. Der­zeit gibt es gute PKV Tari­fe für einen 30-jäh­ri­gen Ange­stell­ten für zwi­schen 170 und 200 Euro monat­lich. Noch bes­se­re Tari­fe kön­nen aber auch gut und ger­ne mehr als 300 Euro im Monat kos­ten.

Die pri­va­ten Kran­ken­kas­sen pas­sen ihre Bei­trä­ge regel­mä­ßig an. Da es immer mehr älte­re Men­schen gibt und immer weni­ger, die lang­jäh­rig in die PKV ein­zah­len, stei­gen die Bei­trä­ge seit Jah­ren immer wie­der an. Die­sen Fakt soll­test du im Hin­ter­kopf behal­ten, wenn du dich für eine PKV ent­schei­dest, denn du soll­test auch stei­gen­de Bei­trä­ge noch bezah­len kön­nen.

Was ist bei einer pri­va­ten Kran­ken­ver­si­che­rung zu beach­ten?

Natür­lich geht es auch bei der pri­va­ten Kran­ken­ver­si­che­rung um die bes­te Kom­bi­na­ti­on aus Bei­trags­hö­he und Leis­tungs­um­fang. Du soll­test pri­mär dar­auf ach­ten, dass die Punk­te gut ver­si­chert sind, auf die du am meis­ten Wert legst. Wenn du häu­fi­ger mit psy­chi­schen Pro­ble­men zu tun hast, soll­te die­ser Bereich mög­lichst gut ver­si­chert sein. Wenn du dir um Zahn­ersatz Sor­gen machst, soll­test du beson­ders dar­auf ach­ten.

Nach­fol­gend erläu­tern wir hier eini­ge wich­ti­ge Aspek­te der pri­va­ten Kran­ken­ver­si­che­rung und sagen dir, wor­auf du ach­ten soll­test, um die bes­te PKV für dei­ne indi­vi­du­el­len Anfor­de­run­gen zu fin­den.

Zim­mer­art im Kran­ken­haus

Du kannst selbst ent­schei­den, in was für einem Zim­mer du im Kran­ken­haus unter­ge­bracht wirst. In der GKV kommst du häu­fig nur in einem Mehr­bett­zim­mer unter. In der PKV kannst du fest­le­gen, dass du in jedem Fall, sofern es mög­lich ist, in einem Zwei- oder sogar Ein­bett­zim­mer unter­ge­bracht wirst, was den Auf­ent­halt in der Regel deut­lich ange­neh­mer gestal­tet.

Chef­arzt­be­hand­lung

Fast jeder PKV Tarif garan­tiert dir eine Behand­lung durch den Chef­arzt. Dar­auf soll­test du Wert legen, denn der behan­deln­de Arzt ist sicher nicht umsonst Chef­arzt gewor­den.

Bei­trags­sta­bi­li­tät im Alter

Im Alter wird es mit dem lie­ben Geld häu­fi­ger etwas enger, allein schon auf­grund der Tat­sa­che, dass das gute Gehalt der klei­ne­ren Ren­te weicht. Da die Bei­trä­ge immer wie­der ange­ho­ben wer­den, soll­test du dar­auf ach­ten, dass sie im Alter, wenn auch noch weni­ger Geld zur Ver­fü­gung steht, sta­bil blei­ben, damit du sie dir auch wei­ter­hin leis­ten kannst.

Kran­ken­ta­ge­geld

Die pri­va­te Kran­ken­ver­si­che­rung zahlt dir ab einer gewis­sen Auf­ent­halts­dau­er im Kran­ken­haus Kran­ken­ta­ge­geld. Das Kran­ken­ta­ge­geld soll­te mög­lichst früh gezahlt wer­den und min­des­tens 100 Euro am Tag betra­gen. Die Zah­lung soll­ten von unbe­grenz­ter Dau­er sein, damit du das Geld solan­ge bekommst, wie du Zeit im Kran­ken­haus ver­bringst.

Selbst­be­tei­li­gung

Du kannst dei­ne Bei­trä­ge sen­ken, indem du dich auf eine frei­wil­li­ge Selbst­be­tei­li­gung ein­lässt. Die Selbst­be­tei­li­gung gilt bei die­ser Ver­si­che­rungs­art nicht pro Krank­heits­fall, son­dern pro Jahr. Üblich sind Sum­men zwi­schen 500 und 1.000 Euro im Jahr. Behand­lungs­kos­ten bis zur ver­ein­bar­ten Sum­me musst du folg­lich selbst tra­gen, alle wei­te­ren Kos­ten über­nimmt dei­ne pri­va­te Kran­ken­ver­si­che­rung.

Leis­tun­gen im Aus­land

Wenn du im euro­päi­schen Aus­land erkrankst, gilt auto­ma­tisch dein pri­va­ter Ver­si­che­rungs­schutz. Anders sieht es aus, wenn du außer­halb der EU krank wirst. Dein auto­ma­ti­scher Ver­si­che­rungs­schutz gilt für genau einen Monat. Ver­län­gert wird die­se Zeit nur, wenn du den Rück­trans­port nach Euro­pa aus gesund­heit­li­chen Grün­den nicht antre­ten kannst.

Es gibt aber auch Tari­fe, die einen län­ge­ren Ver­si­che­rungs­zeit­raum bei Rei­sen außer­halb Euro­pas bie­ten. Wenn du viel reist, wäre so ein Tarif für dich opti­mal.

Kur­leis­tun­gen

Erho­lung ist sehr wich­tig. Wenn du einen stres­si­gen Job hast, soll­test du regel­mä­ßig Erho­lungs­ur­laub machen. Das kannst du auch in Form einer Kur tun. Eine gute PKV unter­stützt dich dabei finan­zi­ell und über­nimmt regel­mä­ßig Kos­ten für Kur­auf­ent­hal­te. Die Kos­ten sind aller­dings begrenzt, du kannst also kei­ne unein­ge­schränk­ten Kur­auf­ent­hal­te auf Kos­ten der Ver­si­che­rung machen.

Die Kur­leis­tun­gen soll­ten natür­lich so hoch wie mög­lich sein, aber rund 5.000 Euro alle zwei Jah­re sind bereits ein guter Wert. Wenn auch noch Reha-Maß­nah­men und Anschluss­be­hand­lun­gen ver­si­chert sind, hast du einen guten Tarif erwischt.

Psy­cho­the­ra­pie

Das The­ma Psy­cho­the­ra­pie wird immer wich­ti­ger. Immer mehr Men­schen lei­den unter Depres­sio­nen und ande­ren men­ta­len Erkran­kun­gen. Die gesetz­li­che Kran­ken­kas­se über­nimmt die Kos­ten einer Psy­cho­the­ra­pie nach­dem das Anlie­gen geprüft wur­de.

Wenn du denkst, dass du irgend­wann eine Psy­cho­the­ra­pie machen möch­test oder musst, soll­test du bei Abschluss dei­ner pri­va­ten Kran­ken­ver­si­che­rung unbe­dingt auf die Kos­ten­über­nah­me ach­ten. In die­sem Bereich sind die Leis­tun­gen der PKV häu­fig schlech­ter als die der GKV. Oft­mals wer­den in güns­ti­gen Tari­fen nur antei­lig Kos­ten für eine bestimm­te Anzahl an Sit­zun­gen über­nom­men. Es gibt aber auch gute Tari­fe, die die Kos­ten für unbe­grenzt vie­le The­ra­pie­sit­zun­gen in vol­ler Höhe über­neh­men.

Zahn­ersatz & -behand­lung

Eine gute PKV über­nimmt Kos­ten für Zahn­be­hand­lun­gen in vol­ler Höhe. An Zahn­ersatz, Implan­ta­ten und Inlays soll­te sich die Ver­si­che­rung min­des­tens zu 80 bis 90 Pro­zent betei­li­gen, genau wie es bei einer Zahn­zu­satz­ver­si­che­rung der Fall ist. Zahn­leis­tun­gen soll­ten auch unab­hän­gig davon über­nom­men wer­den, ob du regel­mä­ßig Pro­phy­la­xe betreibst. Eben­falls gut unter­stützt wer­den soll­test du bei den Kos­ten von kie­fer­or­tho­pä­di­schen Behand­lun­gen.

Wie fin­de ich die bes­te pri­va­te Kran­ken­ver­si­che­rung?

Die bes­te pri­va­te Kran­ken­ver­si­che­rung fin­dest du mit einem der kos­ten­lo­sen Ver­gleichs­rech­ner im Inter­net. Unter Anga­be der wich­tigs­ten Daten bekommst du direkt einen Über­blick über alle für dich infra­ge kom­men­den PKV Tari­fe. Die wich­tigs­ten Eck­da­ten wer­den dir gleich auf der Über­sicht ange­zeigt. Mit nur einem Klick kannst du dir dann die Tarif­de­tails anzei­gen las­sen. Reicht dir das noch nicht aus, bie­tet sich zusätz­lich natür­lich an ver­schie­de­ne Tests von Fach­zeit­schrif­ten zu pri­va­ten Kran­ken­ver­si­che­run­gen hin­zu­zu­zie­hen — mehr dazu fin­dest du hier: privatekrankenversicherungtests.de

Damit du die Tari­fe bes­ser ver­glei­chen kannst, kannst du dir auch die Details meh­re­rer Tari­fe neben­ein­an­der anzei­gen las­sen. Auf die­se Wei­se siehst du direkt, in wel­chen Punk­ten sich die PKV Ange­bo­te unter­schei­den. Dei­nen Ver­si­che­rungs­an­trag kannst du eben­falls kos­ten­los direkt online ein­rei­chen.
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