Alter­na­ti­ve Geld­an­la­gen

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Sicher bist du mit den gän­gi­gen Anla­ge­pro­duk­ten wie Gold, Sil­ber, ETFs oder Wert­pa­pie­re ver­traut. Es gibt aber noch vie­le alter­na­ti­ve Anla­ge­mög­lich­kei­ten, mit denen du dein Geld ver­meh­ren kannst. Tat­säch­lich kannst du mit Inves­ti­tio­nen in Wein, Wald oder Turn­schu­he und ande­re spe­zi­el­le Anla­ge­for­men eini­ges Geld machen und dein Ver­mö­gen unter guten Vor­aus­set­zun­gen ver­meh­ren. (Wie bei allen ande­ren Anla­ge­for­men kann es natür­lich auch Ver­lus­te ein­brin­gen.)

Wir zei­gen dir hier ein paar alter­na­ti­ve Mög­lich­kei­ten zum klas­si­schen Tages­geld­kon­to, Gold und Co:

Wein als Geld­an­la­ge

Geldanlage Wein KapitalanlageWein ist nicht nur schmack­haft, son­dern eig­net sich auch gut als Geld­an­la­ge. Wein gilt zudem als siche­re Wert­an­la­ge, obgleich die Prei­se der­zeit nicht so stark stei­gen wie sie es einst taten. Das Bes­te an Wein als Geld­an­la­ge ist sei­ne Wert­sta­bi­li­tät. Die Wein­prei­se ori­en­tie­ren sich an der Qua­li­tät des Wei­nes und nicht an der ver­füg­ba­ren Men­ge.

Im Umkehr­schluss bedeu­tet das, dass du eine Kis­te teu­ren Weins kau­fen und dich dar­auf aus­ru­hen könn­test. Wenn jetzt näm­lich irgend­wo eine gan­ze Hal­le mit Fla­schen die­ses Wei­nes ent­deckt wer­den soll­te, sinkt der Preis ent­we­der nur mar­gi­nal oder über­haupt nicht. Wein ist ein Gut, wel­ches nicht nach­pro­du­ziert wer­den kann. Jeder Jahr­gang ist anders. Es ist nicht mög­lich einen bestimm­ten Wein nach­zu­pro­du­zie­ren, zumin­dest nicht so, dass er exakt gleich schmeckt.

Um sinn­stif­tend in Wein zu inves­tie­ren musst du dich natür­lich mit der Mate­rie aus­ken­nen. Du kannst dir das nöti­ge Fach­wis­sen selbst bei­brin­gen oder in Wein­fonds inves­tie­ren. In die­sem Fall über­neh­men Exper­ten die Ein- und Ver­käu­fe von Qua­li­täts­wei­nen für dich. Glei­ches gilt für die Lage­rung. Zwar sind die mög­li­chen Gewin­ne bei der Inves­ti­ti­on in Fonds gerin­ger als bei der direk­ten Geld­an­la­ge, jedoch ist im Gegen­zug auch das Ver­lust­ri­si­ko nicht so groß.



Wald als Kapi­tal­an­la­ge

Wald ist eine sehr lang­fris­ti­ge Geld­an­la­ge. Ähn­lich wie Wein ist der Wald nicht ver­mehr­bar, es gibt nur die Land­flä­chen, die es gibt. Der Wald wird immer wei­ter ver­drängt, wodurch der Preis in vie­len Gebie­ten nach­hal­tig steigt.

Aller­dings soll­test du vor­her gut abwä­gen, ob sich das Geschäft wirk­lich lohnt, denn du kannst dein Wald­stück ja nicht wie eine Gold­mün­ze ein­fach weg­schlie­ßen. Es wer­den zahl­rei­che Gebüh­ren und Steu­ern fäl­lig, bei­spiels­wei­se die Grund­steu­er. Wenn du dich forst­wirt­schaft­lich betä­tigst und Holz ver­kaufst, musst du die Gewin­ne eben­falls ver­steu­ern. Ein­fa­cher ist es, wenn du ein Stück Wald kaufst und es an einen Betrieb ver­pach­test. Oder du inves­tierst gleich in einen Holz­be­trieb.

Con­tai­ner­fonds

Eine nicht ganz so weit ver­brei­te­te Anla­ge­form ist die Inves­ti­ti­on in Con­tai­ner­fonds. Wenn du dein Geld in Con­tai­ner­fonds anlegst, kaufst du Trans­port­con­tai­ner, wie sie auf Trans­port­schif­fen ein­ge­setzt wer­den. Der Con­tai­ner wird dann durch den Anbie­ter an Trans­port­fir­men ver­mie­tet. Nach einer bestimm­ten Zeit wird der Con­tai­ner wie­der ver­kauft.

Du bekommst als Anle­ger einen Anteil an den durch die Con­tai­ner­nut­zung ent­stan­de­nen Ein­nah­men. Je nach Lauf­zeit und Inves­ti­ti­ons­sum­me sind bis zu acht Pro­zent Ren­di­te mög­lich. Dein gro­ßer Vor­teil bei die­ser Anla­ge­form ist, dass die Con­tai­ner in der Regel ver­si­chert sind. Soll­te dein Con­tai­ner gestoh­len oder zer­stört wer­den, ist dein Geld nicht weg, son­dern der Wert wird von der Ver­si­che­rung ersetzt. Zudem ist der­zeit nicht davon aus­zu­ge­hen, dass sich der Waren­trans­port per Schiff rück­läu­fig ent­wi­ckelt, da er auch die güns­tigs­te Form des Trans­ports ist. Hier fin­dest du noch mehr zu Con­tai­ner­fonds.



Snea­ker

Auch mit Snea­kern bzw. Turn­schu­hen kannst du dei­nem Geld Bei­ne machen. Men­schen sam­meln die ver­rück­tes­ten Din­ge und gera­de gute Snea­ker sind bei Samm­lern sehr beliebt. Hier geht es vor allem um limi­tier­te Ver­sio­nen. Die soge­nann­ten „Snea­ker­heads“ sind auf sel­te­ne Snea­ker aus. Teil­wei­se wird sogar vor Eröff­nung eines neu­en Geschäfts, in wel­chem limi­tier­te Snea­ker­edi­tio­nen ver­kauft wer­den, gezel­tet.

Die­se Snea­ker stei­gen schnell rasant im Wert. Vie­le Leu­te tra­gen sie im All­tag und freu­en sich dar­über, ein sol­ches Exem­plar an den Füßen zu tra­gen. Ande­re wie­der­um sind lei­den­schaft­li­che Samm­ler. Samm­ler, die kein Exem­plar einer Limi­ted Edi­ti­on bekom­men haben sind bereit, ein Viel­fa­ches des Ver­kaufs­prei­ses zu bezah­len, wenn die Schu­he unge­tra­gen in der Ori­gi­nal­ver­pa­ckung zu ver­kau­fen sind.

Es ist durch­aus mög­lich, dass du ein Paar Turn­schu­he für 200 Euro kaufst und bereits weni­ge Tage spä­ter für über 1.000 Euro ver­kau­fen kannst. Natür­lich ist so ein Wert­zu­wachs nie­mals garan­tiert und recht spe­ku­la­tiv. Aber dafür ist die Anla­ge­sum­me ver­hält­nis­mä­ßig gering und wenn du die Snea­ker auch noch in dei­ner Grö­ße kaufst, hast du, soll­te der Wert­zu­wachs aus­blei­ben, wenigs­tens ein Paar sel­te­ne und coo­le Snea­ker.

Uhren als Wert­an­la­ge

Eine wei­te­re alter­na­ti­ve Geld­an­la­ge ist die Inves­ti­ti­on in Uhren. Gemeint sind an die­ser Stel­le klas­si­sche Arm­band­uh­ren. Wie du sicher­lich weißt, kann man für eine Arm­band­uhr sehr viel Geld aus­ge­ben. Eine Arm­band­uhr von Rolex, Breit­ling, Tag Heu­er oder Patek Phil­ip­pe kann ger­ne mal eini­ge tau­send Euro kos­ten. Sol­che Uhren wer­den nicht nur gekauft, um damit anzu­ge­ben oder sie im All­tag zu benut­zen. Vie­le Men­schen kau­fen gezielt Uhren als Wert­an­la­ge mit der Hoff­nung, das teu­re Stück spä­ter noch teu­rer wie­der ver­kau­fen zu kön­nen.

Uhren als Wert­an­la­ge zu erwer­ben kann sich loh­nen, wenn man weiß, wor­auf man ach­ten soll­te. Der Uhren­markt ist sehr vola­til. Es gibt kei­ne Garan­tie, dass eine bestimm­te Uhr in ihrem Wert stark stei­gen wird. Die Prei­se für Arm­band­uh­ren sind stets als Moment­auf­nah­me zu betrach­ten und ori­en­tie­ren sich an Ange­bot und Nach­fra­ge. Ästhe­tik spielt eine unter­ge­ord­ne­te Rol­le. Pri­mär geht es beim Uhren­han­del um Sel­ten­heit und Zustand der Uhren.

Gene­rell gilt dabei, dass sich eigent­lich nur Uhren von Pre­mi­um­her­stel­lern als Wert­an­la­ge eig­nen. Als Pre­mi­um­her­stel­ler gel­ten nicht nur Unter­neh­men wie oben genannt, son­dern auch klei­ne­re Uhr­ma­cher, die Uhren nur in gerin­ger Stück­zahl her­stel­len. Das ist bei­spiels­wei­se ver­gleich­bar mit Tabak­pfei­fen. Die Prei­se für indus­tri­ell her­ge­stell­te Pfei­fen sind rela­tiv sta­bil. Es gibt aber auch zahl­rei­che Pfei­fen­bau­er, die hoch­wer­ti­ge Pfei­fen in Hand­ar­beit her­stel­len. Wenn es sich dabei um einen guten Pfei­fen­bau­er han­delt, erzie­len gut erhal­te­ne Exem­pla­re spä­ter häu­fig ein Viel­fa­ches des ursprüng­li­chen Ver­kaufs­prei­ses.

Um mit Uhren als Wert­an­la­ge Geld zu ver­die­nen, soll­test du dich mit der Mate­rie aus­ken­nen. Du soll­test dich mit Her­stel­lern und Model­len aus­ein­an­der­set­zen, damit du gute Wert­an­la­gen ent­de­cken kannst. Dabei soll­test du auch den Markt im Auge haben, um den rich­ti­gen Zeit­punkt für einen güns­ti­gen Kauf bzw. teu­ren Ver­kauf zu fin­den. Beson­ders gut eig­nen sich Arm­band­uh­ren, die in limi­tier­ter Stück­zahl pro­du­ziert wur­den. Hier ist es durch­aus wahr­schein­lich, dass die Prei­se spä­ter anzie­hen, wenn die Uhren im nor­ma­len Han­del nicht mehr zu bekom­men sind.

Ach­te dar­auf, dass die Uhr in mög­lichst gutem Zustand ist. Gera­de bei limi­tier­ten Stück­zah­len gibt es nach und nach immer weni­ger Exem­pla­re im Ori­gi­nal­zu­stand. Wenn die Uhr mal repa­riert wer­den muss, erzielst du beim Ver­kauf höhe­re Prei­se, wenn du ori­gi­na­le Ersatz­tei­le nimmst und kei­ne Nach­bau­ten. Auch die Far­be sicht­ba­rer Kom­po­nen­ten ist wich­tig. Je näher eine Uhr am Ori­gi­nal­zu­stand ist, des­to eher kannst du für sie einen guten Preis erzie­len.

Es ist eben­falls wich­tig, dass du die ver­schie­de­nen Markt­plät­ze mit­ein­an­der ver­gleichst. Außer­halb des nor­ma­len Han­dels wer­den Pre­mi­um­uh­ren häu­fig in Auk­ti­ons­häu­sern ange­bo­ten. Da es kei­ne fes­ten Bewer­tungs­richt­li­ni­en für den Wert einer Arm­band­uhr gibt, kannst du dort gele­gent­lich ein Schnäpp­chen machen. Anders her­um kannst du aber auch viel zu viel bezah­len, wenn du dich mit der ange­bo­te­nen Uhr nicht aus­kennst. Ein und die­sel­be Uhr kann bei zwei Auk­tio­nen kom­plett unter­schied­li­che Prei­se erzie­len.

Dass eine Uhr, die du bei einer Auk­ti­on teu­er erstan­den hast, auch wie­der zu min­des­tens dei­nem Kauf­preis wie­der ver­kau­fen kannst, kann dir nie­mand garan­tie­ren. Es kommt letzt­end­lich immer auf das Glück und den rich­ti­gen Zeit­punkt an. Dass eine Pre­mi­um­uhr ihren Wert irgend­wann kom­plett ver­liert ist eher unwahr­schein­lich, aber den­noch mög­lich. Genau­so mög­lich ist es aber auch, dass du eine sol­che Uhr im Laden kaufst und ein paar Jah­re spä­ter deut­lich mehr dafür bekommst als du bezahlt hast.

Kre­di­te an Pri­vat­per­son ver­ge­ben

Nicht nur Ban­ken kön­nen Kre­di­te bzw. Dar­le­hen an Pri­vat­per­so­nen ver­ge­ben. Auch du als Pri­vat­per­son kannst dies tun. Einen Kre­dit an eine Pri­vat­per­son zu ver­ge­ben ist immer mit einem gewis­sen Risi­ko ver­bun­den. Wenn du Freun­den oder Fami­li­en­mit­glie­dern Geld leihst, kannst du das Ver­lust­ri­si­ko rela­tiv gut ein­schät­zen. Wenn du wild­frem­den Per­so­nen ein Dar­le­hen gewährst, kannst du das nicht. Trotz­dem ist die Kre­dit­ver­ga­be an Pri­vat­per­so­nen eine inter­es­san­te alter­na­ti­ve Geld­an­la­ge.

Sicher­lich hast du schon mal von Online-Kre­dit­platt­for­men wie aux­mo­ney, Sma­va, Giro­match oder Cross­Lend gehört. Dort kön­nen Pri­vat­per­so­nen, die von einer Bank kei­nen Kre­dit bekom­men oder kei­nen Bank­kre­dit auf­neh­men möch­ten, Kre­di­te auf­neh­men, die von Pri­vat­per­so­nen finan­ziert wer­den. Als Pri­vat­per­son kannst du dich an sol­chen Kre­di­ten betei­li­gen und bekommst dein Geld mit Zin­sen zurück. In den meis­ten Fäl­len locken Ren­di­ten von meh­re­ren Pro­zent.

Online-Kre­dit­platt­for­men sind Kre­dit­ver­mitt­ler, die jeweils mit min­des­tens einer Part­ner­bank zusam­men­ar­bei­ten, wel­che im End­ef­fekt den Kre­dit ver­gibt. Für dich bedeu­tet das eine gewis­se Sicher­heit, denn soll­te der Kre­dit­neh­mer mit den Raten in Rück­stand gera­ten, lei­tet die Bank ein Mahn­ver­fah­ren ein, an des­sen Ende auch ein Inkas­so­un­ter­neh­men die For­de­run­gen ein­trei­ben kann. Die Bank behan­delt die­se Kre­di­te wie jeden ande­ren Pri­vat­kre­dit auch. Du selbst brauchst dich um nichts zu küm­mern.

Vie­le Kre­dit­platt­for­men haben auch eine Form von Sicher­heits­pool. Ein klei­ner Anteil jeder Kre­dit­sum­me fließt in die­sen Pool. Soll­ten die Rück­zah­lun­gen aus­blei­ben, bekommst du zumin­dest einen Teil der Raten aus dem Pool aus­ge­zahlt. Selbst ein voll­stän­di­ger Rück­zah­lungs­stopp wür­de für dich kei­nen Total­ver­lust bedeu­ten.

Eine wei­te­re Form der Sicher­heit ist, dass du bei den meis­ten Anbie­tern kei­nen Kre­dit allei­ne über­neh­men musst. In der Regel kannst du dir aus­su­chen, wie viel du in ein Kre­dit­pro­jekt inves­tie­ren möch­test. Bei aux­mo­ney kön­nen Kre­dit­su­chen­de zum Bei­spiel ihr Kre­dit­pro­jekt vor­stel­len. Du erfährst also, für was das Geld ver­wen­det wer­den soll. Anony­mi­sier­te Infor­ma­tio­nen über den Kre­dit­su­chen­den erfährst du eben­falls. Das sind Daten wie Wohn­ort, Alter, Beruf und eine Ein­stu­fung der Boni­tät.

Kre­dit­neh­mer müs­sen näm­lich ihre Boni­tät nach­wei­sen, bevor sie einen Kre­dit­an­trag stel­len dür­fen. Die Ver­zin­sung und die Höhe der zu erwar­ten­den Ren­di­te erfährst du natür­lich auch vor­her. Kre­dit­neh­mer und Kre­dit­ge­ber sind nur für die Bank bzw. das Kre­dit­por­tal per­sön­lich iden­ti­fi­zier­bar. Ein direk­ter Kon­takt zwi­schen Kre­dit­neh­mer und Kre­dit­ge­ber ist nicht mög­lich. Du erfährst also nicht, wem du das Geld leihst oder wo die Per­son wohnt. Anders­rum gilt das genau­so. Der Kre­dit­neh­mer erfährt nicht, wer sein Kre­dit­pro­jekt finan­ziert hat.

Wenn du dein Geld auf­teilst und meh­re­re Gesu­che mit jeweils klei­ne­ren Beträ­gen unter­stützt, kannst du das Risi­ko streu­en. Wenn du zum Bei­spiel 10 Kre­di­te mit jeweils 250 Euro unter­stützt, ist das Ver­lust­ri­si­ko gut über­schau­bar. Soll­te ein Kre­dit­neh­mer nicht zurück­zah­len, ver­lierst du maxi­mal die 250 Euro abzüg­lich einer Teil­rück­zah­lung aus dem Sicher­heits­pool, wäh­rend die ande­ren Kre­di­te wei­ter­hin Ren­di­te abwer­fen.

Gut ist auch, dass du dein Geld in Raten zurück­be­kommst. Sobald eine Til­gungs­ra­te bei der Bank ein­ge­gan­gen ist, bekommst du dei­nen Anteil inklu­si­ve Zin­sen aus­ge­zahlt. Du musst nicht auf dein Geld war­ten, bis der Kre­dit kom­plett zurück­ge­zahlt wur­de. Das ist ein wei­te­rer Vor­teil für dich. Das zurück­er­hal­te­ne Geld kannst du sofort wie­der anle­gen. Zudem ist das Ver­lust­ri­si­ko dadurch noch wei­ter gemin­dert. Wenn du jeman­dem 250 Euro leihst und der Rück­zah­lungs­zeit­raum 24 Mona­te beträgt, hast du nach einem Jahr bereits 125 Euro plus Zin­sen zurück­be­kom­men.

Soll­te der Kre­dit­neh­mer dann die Rück­zah­lung ein­stel­len, kannst du maxi­mal die rest­li­chen 125 Euro abzüg­lich der bereits erwirt­schaf­te­ten Zin­sen und Geld aus dem Sicher­heitsspool ver­lie­ren. Bleibt das Mahn­ver­fah­ren erfolg­los, wer­den die Rest­schul­den an ein Inkas­so­un­ter­neh­men ver­kauft. Von dem Erlös erhältst du, ent­spre­chend dei­ner Betei­li­gung an der Kre­dit­sum­me, einen Anteil aus­ge­zahlt.

Die exak­ten Kon­di­tio­nen erfährst du natür­lich immer aktu­ell auf den Web­sites der Anbie­ter.

Bon­sai-Bäu­me

Bon­sai-Bäu­me sind eine ganz spe­zi­el­le Form der alter­na­ti­ven Geld­an­la­ge. Die klei­nen Bäu­me kön­nen rich­tig wert­voll sein, beson­ders schö­ne Exem­pla­re wech­seln ihren Besit­zer gern mal für vie­le tau­send Euro. Der Bon­sai ist allein des­halb eine spe­zi­el­le Form der Geld­an­la­ge, da man ihn nicht in einer Bank, einem Safe oder im Kel­ler lagern kann.

Bon­sais brau­chen eine spe­zi­el­le Pfle­ge, du kannst nicht ein­fach zehn Bon­sais aus dem Bau­markt auf eine Fens­ter­bank stel­len und ihnen beim teu­rer wer­den zuse­hen. Einen Bon­sai zu zie­hen ist eine Kunst für sich. Sie brau­chen nicht nur Licht und Was­ser, son­dern müs­sen regel­mä­ßig mit spe­zi­el­lem Werk­zeug gepflegt wer­den.

Der Wert eines Bon­sais hängt maß­geb­lich von Alter und Pfle­ge­zu­stand ab. Die Inves­ti­ti­on in Bon­sais als Geld­an­la­ge ist sehr ris­kant, denn im End­ef­fekt bekommst du für dei­nen Bon­sai nur so viel Geld, wie jemand bereit ist, dafür zu bezah­len. So etwas wie eine Preis­ta­bel­le gibt es nicht.

Ver­giss bit­te nicht, dass die Auf­zucht von Bon­sais viel Zeit in Anspruch nimmt. Einen klei­nen grü­nen Dau­men zu haben kann eben­falls nicht scha­den. Wenn du dich für Bon­sais inter­es­sierst, soll­test du dir unbe­dingt ent­spre­chen­de Lite­ra­tur anschaf­fen und dich mit der rich­ti­gen Pfle­ge der Bäum­chen beschäf­ti­gen.

Da die Geld­an­la­ge Bon­sai-Baum sehr ris­kant ist, soll­test du dich nicht dar­auf ver­las­sen, damit viel Geld zu machen. Bes­ser ist es, Bon­sais als Hob­by auf­zu­zie­hen. Wenn das gelingt und dir Spaß macht, hast du ein wun­der­ba­res und beru­hi­gen­des Hob­by. Wenn du dann noch ein paar Bon­sais für den Ver­kauf groß­ziehst, hast du außer­dem noch die Chan­ce, viel Geld mit dei­nem Hob­by ver­die­nen zu kön­nen.

Musik­in­stru­men­te

Auch Musik­in­stru­men­te eig­nen sich gut als Wert­an­la­ge. Im Fokus ste­hen dabei über­wie­gend älte­re Instru­men­te. Eine Gei­ge von der Stan­ge wird so schnell nicht im Wert stei­gen. Eher das Gegen­teil ist der Fall. Bei Instru­men­ten wie E-Gitar­ren und Bäs­sen ver­hält es sich ähn­lich.



Wenn du dein Geld in Musik­in­stru­men­te inves­tie­ren möch­test, soll­test du dich ein wenig mit der Mate­rie aus­ken­nen. Eine recht siche­re Geld­an­la­ge ist bei­spiels­wei­se eine Gei­ge von Stra­di­va­ri, dem legen­dä­ren Instru­men­ten­bau­er aus dem 17. Jahr­hun­dert. Stra­di­va­ris wer­den mitt­ler­wei­le in Mil­lio­nen­hö­he ver­si­chert, da sie immer sel­te­ner wer­den und als die bes­ten Gei­gen aller Zei­ten gel­ten.

Wich­tig ist dabei, dass es sich um Ori­gi­na­le han­delt, also kei­ne Nach­bau­ten. Nur ein „ech­tes“ Instru­ment erzielt hohe Prei­se. Es kommt außer­dem immer auf den Zustand an. Wenn bei­spiels­wei­se eine Stra­di­va­ri einen Hals­bruch hat­te und repa­riert wur­de, ist der Wert sicher­lich deut­lich nied­ri­ger als bei einem Instru­ment, wel­ches kei­ne Repa­ra­tur nötig hat­te. Ersatz­tei­le aus exter­ner Pro­duk­ti­on, also kei­ne ori­gi­na­len Tei­le, wir­ken sich eben­falls wert­min­dernd aus.

Nicht nur alte Gei­gen und ande­re Streich­in­stru­men­te kön­nen mit der Zeit rich­tig wert­voll wer­den. Auch E-Gitar­ren stei­gen nach­hal­tig im Wert, wenn es sich um älte­re Ori­gi­nal­mo­del­le han­delt. Für eine ori­gi­na­le und gut erhal­te­ne Fen­der Stra­to­cas­ter, Gib­son Les Paul oder PRS sind Samm­ler bereit, viel Geld auf den Tisch zu legen. Du soll­test auch hier dar­auf ach­ten, dass es sich nicht um „ver­bas­tel­te“, son­dern um Exem­pla­re im dama­li­gen Aus­lie­fe­rungs­zu­stand han­delt. Nicht jede alte Gitar­re ist viel Geld wert. Du soll­test dich vor einer Inves­ti­ti­on infor­mie­ren, wel­che Jahr­gän­ge als beson­ders gut gel­ten.

Bei Musik­in­stru­men­ten als Geld­an­la­ge ist es auch wich­tig, dass die Instru­men­te gespielt wer­den. Du soll­test sie regel­mä­ßig in die Hand neh­men und etwas auf ihnen spie­len, da ansons­ten ihre Klang­ei­gen­schaf­ten lei­den. Selbst eine Stra­di­va­ri klingt nicht mehr gut, wenn das Holz „tot“ ist und nicht mehr rich­tig mit­schwingt.

Erd­öl

Genau wie Gold, Sil­ber oder auch Pla­tin, ist Erd­öl ein Roh­stoff, den du als alter­na­ti­ve Geld­an­la­ge nut­zen kannst. Anders als die Edel­me­tal­le ist es bei Erd­öl aller­dings nicht mög­lich, das Öl phy­sisch zu kau­fen. Erd­öl ist ein Gefah­ren­stoff, der nur unter Ein­hal­tung beson­de­rer Auf­la­gen gela­gert wer­den darf. Als Pri­vat­per­son darfst du dir ein Fass Erd­öl nicht ein­fach in die Woh­nung stel­len.

Erd­öl gehört zu den Pri­mär­roh­stof­fen. Das sind Roh­stof­fe, die direkt aus der Erde gewon­nen wer­den und nur in begrenz­ter Men­ge vor­han­den sind. Erd­öl ist in der Indus­trie der­zeit uner­setz­bar. Da die För­der­men­ge begrenzt ist und die Nach­fra­ge durch auf­stre­ben­de Wirt­schafts­mäch­te wie Chi­na lang­fris­tig sicher­lich nicht sin­ken wird, ist mit einem nach­hal­ti­gen Anstieg des Ölprei­ses zu rech­nen.

Der Ölpreis wird von vie­len Fak­to­ren beein­flusst. Ein Fak­tor ist der Bedarf und das zur Ver­fü­gung ste­hen­de Öl. Wenn mehr Öl geför­dert wird als benö­tigt, sin­ken die Prei­se. Ein wei­te­rer Fak­tor ist poli­ti­scher Natur. Soll­te Russ­land bei­spiels­wei­se ent­schei­den, kein Erd­öl mehr nach Euro­pa zu lie­fern, dürf­ten die Prei­se zumin­dest in Euro­pa stark anstei­gen, weil der Bedarf nicht mehr gedeckt wäre. Auch Kon­flik­te und Krie­ge in Ölför­dern­den Regio­nen wir­ken sich auf den Ölpreis aus.

Die Inves­ti­ti­on in Erd­öl als Wert­an­la­ge ist mit gewis­sen Risi­ken ver­bun­den und soll­te kei­nes­wegs das ein­zi­ge Anla­ge­pro­dukt in dei­nem Port­fo­lio sein. Wenn du kurz­fris­tig bis mit­tel­fris­tig Geld in Öl anle­gen möch­test, kannst du in Zer­ti­fi­ka­te inves­tie­ren. Wenn die Zer­ti­fi­ka­te aus­lau­fen und du mit deren Wert nicht zufrie­den bist, musst du sie ver­län­gern. Lang­fris­tig kann das sehr teu­er wer­den.

Ansons­ten kannst du in Ölun­ter­neh­men inves­tie­ren und hof­fen, dass deren Ein­nah­men mit der Zeit wei­ter anstei­gen und ent­spre­chend hohe Divi­den­den aus­ge­schüt­tet wer­den. Das Risi­ko ist dabei, dass dein Geld vom Erfolg des Unter­neh­mens abhän­gig ist.

Agrar­roh­stof­fe

Als alter­na­ti­ve Geld­an­la­ge kannst du auch in Agrar­roh­stof­fe inves­tie­ren. Sol­che Agrar­roh­stof­fe sind zum Bei­spiel Mais, Kakao, Kaf­fee oder Wei­zen. Wie bei der Inves­ti­ti­on in Erd­öl kaufst du kei­ne phy­si­schen Roh­stof­fe. Das wäre auch kaum mög­lich, denn du müss­test gro­ße Men­gen der in der Regel ver­derb­li­chen Roh­stof­fe erst ein­mal lagern kön­nen.

Du kannst mit­tels Zer­ti­fi­ka­ten, Fonds und Opti­ons­schei­nen in Agrar­roh­stof­fe inves­tie­ren. Vom Han­del mit Opti­ons­schei­nen soll­test du Abstand neh­men, wenn du den Markt nicht kennst und nicht unheim­lich risi­ko­freu­dig bist. Kurz- und mit­tel­fris­tig kannst du dein Geld in Zer­ti­fi­ka­te anle­gen. Das Risi­ko ist etwas gerin­ger, aller­dings soll­test du dich schon ein wenig aus­ken­nen. Weni­ger risi­ko­be­haf­tet ist die Inves­ti­ti­on in Fonds.

Du musst dir nur im Kla­ren sein, dass du auf die Prei­se von Lebens­mit­teln wet­test. Stei­gen­de Kur­se sind für dich ein Grund zur Freu­de. Das bedeu­tet im Umkehr­schluss aller­dings nichts Gutes für die armen Men­schen, die froh sind, wenn sie über­haupt jeden Tag etwas zu Essen haben.

Wenn du das mora­lisch ver­werf­lich fin­dest, kannst du alter­na­tiv in Agrar­un­ter­neh­men inves­tie­ren. Das kannst du ent­we­der direkt über Akti­en oder Fonds wie ETF-Fonds tun, wel­che die Inves­ti­tio­nen breit streu­en und in zahl­rei­che Unter­neh­men inves­tie­ren. Der Vor­teil dar­an ist, dass nicht auf stei­gen­de Roh­stoff­prei­se gewet­tet wird. Viel­mehr lan­den die Inves­ti­tio­nen bei den Unter­neh­men. Die Unter­neh­men kön­nen dadurch wach­sen, mehr Roh­stof­fe pro­du­zie­ren und ihre Gewin­ne erhö­hen. Als net­ter Neben­ef­fekt kom­men dadurch mehr Lebens­mit­tel auf den Markt, die den Men­schen die­ser Welt zugu­te­kom­men.

Whis­ky

Whis­ky ist dem Wein zumin­dest als Geld­an­la­ge sehr ähn­lich. Es ist eine Inves­ti­ti­on in ein Anla­ge­pro­dukt mit hoher Wert­sta­bi­li­tät und sehr gerin­gem Ver­lust­ri­si­ko. Whis­ky ist ein Getränk für Lieb­ha­ber und Samm­ler. Es gibt meh­re­re tau­send unter­schied­li­che Whis­ky­sor­ten, die alle spe­zi­el­le Eigen­schaf­ten haben. Um mit Whis­ky als Geld­an­la­ge Gewin­ne zu erwirt­schaf­ten, soll­test du dich mit Whis­kys aus­ken­nen. Dabei geht es gar nicht zwin­gend um den Geschmack, son­dern um den Whis­ky als Pro­dukt.

Der Wert eines Whis­kys hängt von ver­schie­de­nen Fak­to­ren ab. Dazu gehö­ren bei­spiels­wei­se das Alter, die Rei­fe­zeit, die Bren­ne­rei bzw. der Abfül­ler und die Sel­ten­heit. Als Geld­an­la­ge kannst du dich wei­test­ge­hend auf schot­ti­sche Sin­gle Malt Whis­kys kon­zen­trie­ren. Die­se Whis­kys waren in den letz­ten Jahr­zehn­ten in der Rang­lis­te der größ­ten Wert­stei­ge­rung stets zahl­reich an der Spit­ze ver­tre­ten. Whis­ky als Geld­an­la­ge bringt dir kei­ne Gewin­ne, wenn du dir ein­fach zehn Fla­schen aus dem Super­markt kaufst und in den Kel­ler stellst. Nach 30 Jah­ren wirst du die Fla­schen höchst­wahr­schein­lich mit mini­ma­lem oder ganz ohne Gewinn ver­kau­fen kön­nen.

Alte und sel­te­ne Whis­kys kön­nen dage­gen bin­nen weni­ger Jah­re ein Viel­fa­ches des Ein­kaufs­prei­ses wert sein. In eini­gen Fäl­len stie­gen die Prei­se in kur­zer Zeit um weit über 1.000 Pro­zent. Dar­auf kannst du dich natür­lich nicht ver­las­sen. Wenn du dein Geld mit Gewinn­ab­sicht in Whis­ky inves­tie­ren möch­test, soll­test du nur Spit­zen­whis­kys kau­fen. Du erkennst sie an einem gol­de­nen Stern. Limi­tier­te Auf­la­gen ver­spre­chen auch gute Wert­stei­ge­run­gen. Es soll­te sich aber um eine Limi­ted Edi­ti­on mit höchs­tens 500 Fla­schen han­deln und nicht um etwas was im Fern­se­hen mit „jetzt über­all, nur für eine begrenz­te Zeit erhält­lich“ bewor­ben wer­den könn­te.

Wenn ein hoch­wer­ti­ger Whis­key auf den Markt kommt, soll­test du dir direkt nach Erschei­nen min­des­tens eine Fla­sche kau­fen, die direkt bei der Bren­ne­rei abge­füllt wur­de. Kau­fen kannst du sie direkt dort oder in sehr gut sor­tier­ten Fach­ge­schäf­ten. Der frü­he Kauf ist wich­tig, damit du im Fal­le einer Preis­stei­ge­rung beson­ders viel Pro­fit ein­strei­chen kannst. Im Inter­net soll­test du kei­nen Anla­ge­whis­ky kau­fen. Anders als bei der Bren­ne­rei oder dem Fach­händ­ler, wel­cher sei­nen guten Ruf nicht ver­lie­ren möch­te, kannst du bei Inter­net­käu­fen nie sicher sein, ob das was drauf­steht auch wirk­lich in der Fla­sche ist. Häu­fig kur­sie­ren dort Fäl­schun­gen oder gepansch­te Whis­kys.

Die Preis­ent­wick­lung kann man bei Whis­key nicht kon­kret vor­her­sa­gen. Dar­um sei bit­te nicht ent­täuscht, wenn dein sorg­fäl­tig recher­chier­ter und aus­ge­wähl­ter Whis­key nach fünf Jah­ren viel­leicht nur zehn statt 100 Pro­zent an Wert gewon­nen hat. Der gro­ße Vor­teil einer Inves­ti­ti­on in Whis­ky ist, dass du nur dann einen Total­ver­lust erlei­dest, wenn dir die Fla­sche aus den Hän­den glei­tet und auf dem Boden zer­schellt. Selbst ohne Gewinn hast du immer noch einen her­aus­ra­gen­den Whis­ky, den du pur, mit etwas Was­ser ver­dünnt oder auf Eis genie­ßen kannst. Wenn es etwas zu fei­ern gibt, lade dir dei­ne bes­ten Freun­de ein und macht euch mit dem teu­ren Whis­ky einen schö­nen Abend vol­ler Genuss.

Übri­gens kommt eine Fra­ge immer wie­der auf: „Wel­che Schreib­wei­se ist rich­tig, Whis­ky oder Whis­key?“. Die Ant­wort ist eigent­lich ganz banal. Es gibt bei­de Schreib­wei­sen. Wenn der Name des Lan­des in der Lan­des­spra­che nicht den Buch­sta­ben „e“ ent­hält, nutzt man die Schreib­wei­se Whis­ky. Aller­dings gibt es einen deut­schen Son­der­weg. In Deutsch­land wird trotz des „e“ im Län­der­na­men die Schreib­wei­se Whis­ky benutzt. In allen ande­ren Län­dern mit „e“ im Namen fin­det sich der Buch­sta­be auch im Whis­key wie­der. Es gibt dem­nach „Ame­ri­can Whis­key“ und „Scot­tish Whis­ky“.

Schall­plat­ten

Vinyl ist Kult. In Zei­ten zuneh­men­der Digi­ta­li­sie­rung erfreu­en sich Schall­plat­ten seit län­ge­rem wie­der größ­ter Beliebt­heit. Immer mehr Men­schen möch­ten ihre Musik nicht nur als Down­load, son­dern auch in phy­si­scher Form haben. Die klas­si­sche CD wird vom digi­ta­len Down­load ver­drängt, es gibt auch immer mehr Lap­tops und Com­pu­ter, die gar kein CD oder DVD Lauf­werk mehr haben. Die Men­schen kau­fen daher ein­fach ver­stärkt Schall­plat­ten anstel­le von CDs. Auf­grund der anhal­tend stei­gen­den Nach­fra­ge eig­nen sich Schall­plat­ten auch sehr gut als alter­na­ti­ve Geld­an­la­ge.

Schall­plat­ten in tadel­lo­sem Zustand stei­gen mit der Zeit im Wert, was allein schon dar­an liegt, dass es immer weni­ger davon gibt. Mit Schall­plat­ten erwirbst du einen phy­si­schen Wert. Die­ser bleibt dir immer erhal­ten, sodass eine Inves­ti­ti­on in Schall­plat­ten nur bei ihrer Zer­stö­rung zum Total­ver­lust führt. Und wenn du dei­ne Schall­plat­ten gut pflegst, bleibt ihr guter Zustand deut­lich län­ger erhal­ten als der Zustand der meis­ten ande­ren ver­kauf­ten Exem­pla­re. Das wirkt sich posi­tiv auf den mög­li­chen Ver­kaufs­wert aus.

Ein Vor­teil von Schall­plat­ten als Geld­an­la­ge ist, dass du kein gro­ßes Start­ka­pi­tal brauchst. Du musst nicht zwin­gend ein Exper­te sein, um mit Schall­plat­ten Geld ver­die­nen zu kön­nen. Den größ­ten Wert­zu­wachs haben alte und sel­te­ne Schall­plat­ten. Als Geld­an­la­ge eig­nen sich vor allem ori­gi­na­le Erst­pres­sun­gen in opti­schem Neu­zu­stand. Um dein Geld in die rich­ti­gen Schall­plat­ten inves­tie­ren zu kön­nen, soll­test du den Markt aller­dings ein wenig ken­nen und Zeit haben, ihn zu beob­ach­ten, damit du nicht viel Geld und Hoff­nung in eine Plat­te steckst, die ihren Höchst­preis fast schon erreicht hat.

Aber auch mit aktu­el­len Vinyl­plat­ten hast du die Mög­lich­keit, Geld zu machen. Unge­eig­net sind Stan­dard-Plat­ten, die du für ein paar Euro in jedem Plat­ten­la­den oder in der Musik­ab­tei­lung von gro­ßen Elek­tro­fach­ge­schäf­ten kau­fen kannst. Davon gibt es ein­fach zu vie­le. Du soll­test dich eher auf limi­tier­te Auf­la­gen kon­zen­trie­ren. Davon gibt es nur eine begren­ze Anzahl und es ist wahr­schein­li­cher, dass Samm­ler nach ein paar Jah­ren mehr Geld dafür bezah­len, als du im Laden gezahlt hast.

Sehr gut eig­nen sich auch Fehl­dru­cke. Wenn das Cover von vorn­her­ein einen Feh­ler auf­weist, bei­spiels­wei­se eine fal­sche Far­be im Band­lo­go, stei­gen die­se Exem­pla­re meis­tens schnell im Wert. Wenn der Feh­ler erkannt wird, sind die Plat­ten bereits im Han­del. Meis­tens wer­den sol­che Exem­pla­re zurück­ge­ru­fen, sodass du nicht viel Zeit hast, eines zu erste­hen. In der Regel wird die Fehl­pro­duk­ti­on gestoppt und es kom­men nur noch kor­rek­te Exem­pla­re in den Han­del. Die Fehl­dru­cke sind dadurch auto­ma­tisch sel­ten und bei Samm­lern häu­fig sehr begehrt.

Du kannst aber nicht davon aus­ge­hen, dass eine Schall­plat­te im Wert steigt. Der Wert­zu­wachs ist nicht vor­her­seh­bar. Es kann auch gut sein, dass eine Schall­plat­te auch nach vie­len Jah­ren noch ihren ursprüng­li­chen Wert besitzt. Eine Schall­plat­te brauchst du nicht beson­ders zu lagern. Es genügt, wenn du sie ste­hend in einem Regal auf­be­wahrst. Damit sie in bes­tem Zustand bleibt, soll­test du sie in einer Plas­tik­hül­le auf­be­wah­ren, um sie vor äuße­ren Ein­flüs­sen zu schüt­zen. Es soll­te auch nicht zu warm sein. Ein Platz direkt über einer Hei­zung ist folg­lich weni­ger gut geeig­net. Auch direk­ter Son­nen­ein­strah­lung soll­ten Schall­plat­ten nicht aus­ge­setzt sein.

Autos

Eine alter­na­ti­ve Geld­an­la­ge für Auto­mo­bil­fans ist die Inves­ti­ti­on in Autos. Die­se Anla­ge­form eig­net sich natür­lich nur für Leu­te mit dem ent­spre­chen­den Klein­geld. Dar­über hin­aus musst du auch beden­ken, dass die Fahr­zeu­ge regel­mä­ßig gewar­tet wer­den müs­sen. Sie müs­sen außer­dem immer wie­der mal gefah­ren wer­den. Dass der nöti­ge Park­raum vor­han­den sein oder gemie­tet wer­den muss, soll­te eben­falls auf der Hand lie­gen. Die Geld­an­la­ge Auto ist also mit lau­fen­den Kos­ten ver­bun­den.

Wenn das alles kein Pro­blem ist, steht der Geld­an­la­ge Auto nichts mehr im Weg. Beson­ders inter­es­sant ist die Inves­ti­ti­on in Old­ti­mer. Bei Old­ti­mern denkst du viel­leicht an die rich­tig alten Klas­si­ker, die man höchs­tens mal im Muse­um oder auf Aus­stel­lun­gen und nur ganz sel­ten mal auf der Stra­ße sehen kann. Die klas­si­schen Old­ti­mer bekom­men aber immer mehr Kon­kur­renz von Sei­ten der mas­sen­haft pro­du­zier­ten All­tags­au­tos.

Es gibt vie­le Autos, die ein­fach Kult­sta­tus genie­ßen, auch wenn sie vor vie­len Jah­ren mil­lio­nen­fach gebaut und ver­kauft wur­den. Beson­ders beliebt sind ers­te Genera­tio­nen von neu ein­ge­führ­ten Model­len. Die ers­te Ver­si­on des VW Golf oder des Kult gewor­de­nen Bul­lis sind bei Samm­lern sehr begehrt, da sie den Auto­mo­bil­markt geprägt und ver­än­dert haben. Wirk­lich gut erhal­te­ne und nicht zu viel gefah­re­ne Exem­pla­re sind mitt­ler­wei­le sehr sel­ten gewor­den.

Wich­tig ist, dass das Fahr­zeug mög­lichst im Ori­gi­nal­zu­stand ist. Ein unfall­frei­es Auto, bei dem bei Repa­ra­tu­ren bzw. beim Aus­tausch von Ver­schleiß­tei­len immer nur Ori­gi­nal­tei­le ver­wen­det wur­den, ver­zeich­net in der Regel einen stär­ke­ren Wert­zu­wachs als ein Fahr­zeug, wel­ches man direkt als Werk­statt­wa­gen erken­nen kann. Eben­falls wich­tig ist, dass das Fahr­zeug regel­mä­ßig gefah­ren wird. Das Fah­ren ver­hin­dert den schlei­chen­den Ver­fall, da die beweg­li­chen Tei­le bewegt und damit gleich geschmiert wer­den, sodass sie nicht ein­ros­ten. Fah­ren bedeu­tet hier eher eine Run­de um den Block zu fah­ren anstatt eine lan­gen Auto­bahn­tour. Die jähr­li­che Fahr­leis­tung soll­te höchs­tens 2.000 bis 3.000 Kilo­me­ter betra­gen.

Comics

Comics sind schon längst nicht mehr nur Hef­te für Kin­der und Nerds, son­dern auch eine alter­na­ti­ve Geld­an­la­ge. Gut erhal­te­ne Comic­hef­te wech­seln schon mal für sechs­stel­li­ge Beträ­ge den Besit­zer. Viel­leicht hast du ja sogar noch irgend­wo eine Comic­samm­lung aus jün­ge­ren Tagen? Dann schau sie ein­fach mal durch, denn viel­leicht sind ein paar Hef­te dabei, die heu­te viel wert sind.



Bei Comics als Geld­an­la­ge kommt es vor allem auf Sel­ten­heit und Zustand der Hef­te an. Damit Samm­ler für ein Heft viel Geld bezah­len, soll­te es so neu­wer­tig wie mög­lich sein. Im Ide­al­fall ist es unge­le­sen, knick­frei und war vom ers­ten Tag an in einem Plas­tik­beu­tel ein­ge­schweißt. So ein Exem­plar wirst du wahr­schein­lich nicht fin­den. Wenn du sie sorg­sam ver­wahrt hast und sie nicht zer­ris­sen sind, kannst du sie aber trotz­dem zum Kauf anbie­ten.

Da es häu­fig zu Strei­tig­kei­ten kam, was die Beur­tei­lung des Zustands angeht, gibt es mitt­ler­wei­le fes­te Klas­si­fi­ka­ti­ons­sys­te­me. Je bes­ser der Zustand, des­to mehr Geld kannst du für dei­ne Comics bekom­men. Natür­lich ist nicht jedes Comic­heft wert­voll nur weil es alt und gut erhal­ten ist. Am meis­ten Geld brin­gen „beson­de­re“ Hef­te, bei­spiels­wei­se Erst­aus­ga­ben von heu­ti­gen Kult­co­mics wie Super­man, Bat­man, Aste­rix oder das ers­te lus­ti­ge Taschen­buch.

Wenn du Comics als alter­na­ti­ve Geld­an­la­ge kau­fen möch­test, soll­test du dies ent­we­der auf spe­zi­el­len Auk­tio­nen oder im Comic-Fach­han­del tun. Dort hast du die Sicher­heit, dass die Comics tat­säch­lich in dem Zustand sind, der der Ein­ord­nung durch das Klas­si­fi­ka­ti­ons­sys­tem ent­spricht.

Kois

Koi­karp­fen, auch ein­fach Kois genannt, sind eine wei­te­re Form der alter­na­ti­ven Geld­an­la­ge. Die ursprüng­lich in Japan behei­ma­te­ten Fische, die ein wenig aus­se­hen wie mutier­te Gold­fi­sche, wer­den auch in Deutsch­land immer belieb­ter. Lieb­ha­ber zah­len für beson­ders schö­ne Exem­pla­re teils sechs­stel­li­ge Beträ­ge. Ansons­ten sind Prei­se von 5.000 bis 15.000 Euro und dar­über hin­aus durch­aus kei­ne Sel­ten­heit.

Bei der Geld­an­la­ge Koi ver­hält es sich ähn­lich wie mit dem Bon­sai. Du kannst dir nicht ein­fach einen jun­gen Koi in der Zoo­hand­lung kau­fen, ihn in dei­ne Bade­wan­ne legen und war­ten, bis er grö­ßer und wert­vol­ler ist. Kois sind sehr emp­find­li­che Tie­re, die eine spe­zi­el­le Hal­tung und Pfle­ge benö­ti­gen. Ein Koi-Teich soll­te min­des­tens zwei Meter tief sein und nicht weni­ger als 15.000 Liter Was­ser fas­sen.

Bezüg­lich der Anschaf­fungs­kos­ten kannst du im Ein­stei­ger­seg­ment von Kos­ten von knapp einem Euro pro Liter aus­ge­hen. Du brauchst nicht nur den Teich, son­dern auch spe­zi­el­le Pum­pen und Fil­ter­sys­te­me. Die Was­ser­qua­li­tät muss regel­mä­ßig geprüft wer­den und die Was­ser­tem­pe­ra­tur soll­te mög­lichst kon­stant zwi­schen 20 und 25 Grad Cel­si­us gehal­ten wer­den. Hin­zu kom­men noch Kos­ten für Fut­ter und Schutz­maß­nah­men, mit denen Fress­fein­de fern­ge­hal­ten wer­den.

Damit ein Koi hohe Prei­se erzie­len kann, muss er bestimm­te Kri­te­ri­en erfül­len. Die wich­tigs­ten davon sind Farb­ge­bung, Kör­per­form und Haut­qua­li­tät. Einen Teil der wich­ti­gen Merk­ma­le kann man bei Jung­fi­schen bereits erah­nen, ande­re bil­den sich jedoch erst im Lau­fe der Zeit aus. Selbst erfah­re­ne Züch­ter kön­nen nicht mit Gewiss­heit vor­her­sa­gen, wel­ches Jung­tier defi­ni­tiv zu einem Pracht­ex­em­plar her­an­wach­sen wird.

Fest steht in jedem Fall, dass du dei­ne Kois nicht in der Zoo­hand­lung kau­fen soll­test, wenn du mit ihnen Geld ver­die­nen möch­test. Sicher­lich kannst du Glück haben, aber die dort ange­bo­te­nen Kois sind über­wie­gend Karp­fen, die aus­sor­tiert wur­den weil sie nicht alle Merk­ma­le auf­wei­sen, die ein Koi für die Zucht auf­wei­sen soll­te. Wenn du aber schon einen pas­sen­den Teich hast und die Zucht erst­mal aus­pro­bie­ren möch­test, ist ein Koi aus einer Zoo­hand­lung eine gute Wahl. Soll­te sich her­aus­stel­len, dass die Zucht nichts für dich ist oder ein Koi nach dem ande­ren stirbt, ist das zumin­dest aus finan­zi­el­ler Sicht nicht so dra­ma­tisch, als wenn du gleich meh­re­re hun­dert Euro pro Jung­karp­fen aus­ge­ge­ben hät­test.

Kois für die Züch­tung kannst du bei­spiels­wei­se auf Mes­sen oder bei spe­zia­li­sier­ten Impor­teu­ren kau­fen, die regel­mä­ßig Kois aus Japan impor­tie­ren. Einen Koi direkt aus Japan zu „bestel­len“ soll­test du lie­ber las­sen. Der Impor­teur kennt sich mit den Ein­fuhr­be­stim­mun­gen aus und über­nimmt den gan­zen Papier­kram für dich. Du lässt auch nicht irgend­ei­nen zufäl­li­gen Koi impor­tie­ren. Ein guter Impor­teur gibt dir Infor­ma­tio­nen über und Bil­der von den zur Ver­fü­gung ste­hen­den Jung-Kois. Du kannst anhand der Infor­ma­tio­nen selbst ent­schei­den, wel­ches Tier bzw. wel­che Kois du ger­ne impor­tie­ren las­sen möch­test.

Ins­ge­samt lässt sich sagen, dass man mit Koi­karp­fen viel Geld machen kann. Aus einem Jung­tier für weni­ge hun­dert Euro kann ein Karp­fen wer­den, der meh­re­re zehn­tau­send Euro wert ist. Aller­dings ist das Risi­ko auch sehr hoch. Ein totes Tier bedeu­tet einen Total­ver­lust zuzüg­lich der ent­stan­den lau­fen­den Kos­ten. Exper­ten raten davon ab, Kois aus­schließ­lich aus Geld­grün­den zu züch­ten und die Zucht als rei­ne Geld­an­la­ge zu betrei­ben. Viel­mehr ist es eine Mög­lich­keit, mit sei­nem Hob­by Geld zu ver­die­nen. Es han­delt sich schließ­lich um leben­de Tie­re, die inten­si­ve­re Pfle­ge benö­ti­gen, als die meis­ten typi­schen Teich­fi­sche. Wer sich hin­ge­gen an den schö­nen Fischen erfreut, kann aber ruhig ver­su­chen, das ein oder ande­re Pracht­ex­em­plar her­an­zu­züch­ten.

Brief­mar­ken

Brief­mar­ken sam­meln war frü­her als Hob­by für Lang­wei­ler ver­schrien. Doch mitt­ler­wei­le wird die Brief­mar­ke nach und nach aus unse­rem All­tag ver­drängt. Wann hast du zuletzt eine Brief­mar­ke ver­wen­det? Erin­nerst du dich an die letz­ten zehn male? Der Groß­teil unse­rer schrift­li­chen Kom­mu­ni­ka­ti­on wird per E-Mail abge­wi­ckelt und die Brief­post wird meis­tens auch nur noch maschi­nell fran­kiert.

Wer heu­te noch Brief­mar­ken sam­melt, ver­sucht damit, ein ster­ben­des Kul­tur­gut zu ret­ten. Oder er ist seit lan­ger Zeit lei­den­schaft­li­cher Samm­ler. Oder er sam­melt Brief­mar­ken als alter­na­ti­ve Geld­an­la­ge. Schließ­lich han­delt es sich bei Brief­mar­ken um Samm­ler­stü­cke, die immer sel­te­ner und somit begehr­ter wer­den. Bestimm­te sel­te­ne Brief­mar­ken wech­seln für hor­ren­de Beträ­ge den Besit­zer.

Für die Geld­an­la­ge Brief­mar­ken braucht man ein gewis­ses Fai­ble. Um poten­zi­el­le Schnäpp­chen oder im Wert stei­gen­de Brief­mar­ken zu erken­nen, musst du dir das nöti­ge Fach­wis­sen aneig­nen. Dazu gehö­ren bei­spiels­wei­se Kennt­nis­se über die Zah­nun­gen, Druck­tech­ni­ken, Lini­en­füh­run­gen oder Stem­pel­prä­gun­gen. Du musst dich also mit zahl­rei­chen Details beschäf­ti­gen und unter­schied­li­che Brief­mar­ken ein­gän­gig stu­die­ren. Zudem musst du den Markt beob­ach­ten, um den rich­ti­gen Zeit­punkt für einen Kauf oder Ver­kauf einer bestimm­ten Mar­ke zu erken­nen.

Die Prei­se für Brief­mar­ken unter­lie­gen teils star­ken Schwan­kun­gen. Eine Brief­mar­ke hat nur einen ide­el­len Wert. Der rei­ne Pro­dukt­wert ist irrele­vant. Eine gestem­pel­te Brief­mar­ke in einer Wäh­rung, die es viel­leicht gar nicht mehr gibt, ist ein wert­lo­ses Stück Alt­pa­pier. Der Wert ergibt sich aus Ange­bot und Nach­fra­ge. Du kennst sicher­lich die Blaue Mau­ri­ti­us, die wohl legen­därs­te Brief­mar­ke der Welt. For­scher gehen davon aus, dass es der­zeit nur noch vier unge­stem­pel­te und gut erhal­te­ne Exem­pla­re gibt. Gut betuch­te Samm­ler sind bereit, Mil­lio­nen­be­trä­ge für eine die­ser Brief­mar­ken zu bezah­len.

Soll­te das Inter­es­se aber erlö­schen und nie­mand mehr bereit sein, sol­che Beträ­ge zu bezah­len, sinkt ihr Wert ent­spre­chend und kann sogar bis in die Bedeu­tungs­lo­sig­keit abstür­zen. Brief­mar­ken als Wert­an­la­gen sind mit einem schwer kal­ku­lier­ba­ren Risi­ko behaf­tet. Der Markt unter­liegt einem lang­sa­men Wan­del, wel­cher für dich als mög­li­cher Anle­ger Chan­ce und Risi­ko zugleich ist.

Brief­mar­ken sam­meln galt über einen lan­gen Zeit­raum als Hob­by für alte Her­ren. Das sind die alten Her­ren (und natür­lich auch Damen), die die­se tol­len Samm­lun­gen besit­zen und bereit sind, ein klei­nes Ver­mö­gen für eine alte Brief­mar­ke aus­zu­ge­ben, die ihnen noch in ihrer Samm­lung fehlt. Die Krux ist, dass alte Men­schen eben irgend­wann ster­ben. Es lässt sich nicht vor­her­sa­gen, was mit den Samm­lun­gen geschieht. Man­che wer­den viel­leicht unacht­sam ent­sorgt, man­che wer­den von den Erben in Ehren gehal­ten und wei­ter­ge­führt und manch ande­re wer­den viel­leicht auf eBay ver­hö­kert.

Das kann einer­seits dazu füh­ren, dass die Prei­se stei­gen, da sich das Ange­bot ver­rin­gert. Ande­rer­seits kann es aber auch umge­kehrt pas­sie­ren, dass die Prei­se sin­ken, weil nach und nach mehr Brief­mar­ken auf den Markt kom­men, die ihre frü­he­ren Besit­zer nicht ver­kau­fen woll­ten. Eben­falls unsi­cher ist, ob die nach­kom­men­den Genera­tio­nen bereit sind, wei­ter­hin Höchst­prei­se zu bezah­len. Du musst folg­lich abwä­gen, wel­ches Risi­ko du bereit bist, auf dich zu neh­men.

Mit viel Glück erstei­gerst du viel­leicht eine Samm­lung, die nach dem Mot­to „viel­leicht gibt uns ja noch jemand etwas Geld für Opas altes Album“ im Inter­net ange­bo­ten wird und fin­dest dar­in die ein oder ande­re Rari­tät. Oder du beob­ach­test den Markt und legst dein Geld als mit­tel- oder lang­fris­ti­ges Invest­ment an. Gene­rell gibt es aber siche­re­re alter­na­ti­ve Geld­an­la­gen. Die Geld­an­la­ge Brief­mar­ke ist eine, die mehr unter dem Mot­to „du hast eine Chan­ce, gro­ße Gewin­ne zu machen“ betrach­tet wer­den soll­te als nach dem Mot­to „du hast eine gro­ße Chan­ce, Gewin­ne zu machen“.

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