KFZ-Versicherung 3. Auto

.

Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten

.
///KFZ-Versicherung 3. Auto

mehrere autos versichernBei der Versicherung eines Drittwagens bzw. 3. Autos sollte man einige Dinge beachten. So sollte zum Beispiel darauf geachtet werden, dass das dritte Auto so unabhängig wie möglich vom Erst- und Zweitwagen versichert ist. Ansonsten kann es durchaus vorkommen, dass sich ein Unfall mit dem Drittwagen negativ auf die Schadensfreiheitsklasse (SF) aller versicherten Fahrzeuge auswirkt, und das kann richtig teuer werden. Hier erfahren Sie, wie Sie einen Drittwagen möglichst günstig versichern können.

Worauf bei der Versicherung des Drittwagens achten?

Generell gelten für die Versicherung eines Drittwagens die gleichen Regeln wie für den Zweitwagen. Es ist immer empfehlenswert, die Versicherungsbedingungen der einzelnen Kfz-Versicherungsanbieter zu vergleichen. Nicht alle, aber die meisten Anbieter haben spezielle Tarife für Zweitwagen. Die meisten Versicherungsanbieter gewähren Rabatte auf zusätzliche Autos, wenn der Erstwagen beim selben Anbieter versichert ist.
Eine ebenfalls sehr oft angewandte Regel ist die Zweitwagenregelung für Ehepartner. Bei dieser Regelung wird das zweite Fahrzeug oft auch in die Schadenfreiheitsklasse des Erstwagens eingestuft, es sei denn, der Ehepartner hat bereits eine bessere SF. Spezielle Regelungen für Drittwagen sind selten, da sie von den meisten Anbietern genauso behandelt werden wie ein weiterer Zweitwagen.


Schadenfreiheitsklasse
Zweit- und Drittwagen werden üblicherweise in die Schadenfreiheitsklasse ½ eingestuft. Das gilt aber nur, wenn der Anbieter eine Zweitwagenregelung anbietet. Einige Versicherer stufen den Drittwagen auch in die teure SF 0 ein. Das ist natürlich äußerst ärgerlich, wenn man aufgrund unfallfreien Fahrens bereits eine deutlich bessere Schadenfreiheitsklasse hat. Einige Anbieter versichern einen Drittwagen aber auch in den SF-Klassen zwei bis drei. Dass der Drittwagen die gleiche SF erhält wie die anderen beiden Fahrzeuge, ist eher eine seltene Ausnahme.
Um von der Zweitwagenregelung profitieren zu können, gelten meist die gleichen Bedingungen wie für den Zweitwagen:
• Der Fahrer muss ein bestimmtes Alter oder längere Fahrerfahrung haben
• Das Erstfahrzeug muss in einer guten SF sein
• Die anderen Fahrzeuge sind beim selben Anbieter versichert
Die konkreten Regelungen unterscheiden sich von Anbieter zu Anbieter. Die eben genannten Beispiele sind jedoch besonders häufig anzutreffen.

Unabhängige Verträge nicht nur für den Drittwagen
Ein besonders wichtiger Aspekt ist die Schadenfreiheitsklasse, da diese maßgeblichen Einfluss auf die Höhe der Beiträge hat. Hierbei kommt es darauf an, auf wen das Fahrzeug zugelassen ist und wer der tatsächliche Fahrer ist. Die Schadenfreiheitsklasse ist stets personenbezogen, was eigentlich bedeuten sollte, dass sich Unfälle nur auf die SF des Unfallfahrers negativ auswirken.
In der Realität beeinflusst ein Unfall jedoch die Schadenfreiheitsklasse des Fahrzeughalters. Ist der Drittwagen zum Beispiel auf den Familienvater versichert und der Sohn verursacht damit einen Unfall, kann die Schadenfreiheitsklasse des Vaters in Mitleidenschaft gezogen werden. Daher ist es wichtig darauf zu achten, dass die Fahrzeuge möglichst unabhängig voneinander versichert sind, sodass sich Unfälle nur auf die Schadenfreiheitsklasse des Fahrers auswirken.
Auch aus anderen Gründen sollte man darauf achten, dass die Schadenfreiheitsklasse tatsächlich fahrergebunden ist. Angenommen, der Fahrer schließt später eine eigene Kfz-Versicherung ab. Theoretisch würde er als Fahranfänger in die SF 0 eingestuft werden. Demnach sollte man sich versichern, dass der Fahrer bei einem Wechsel der Versicherung seine Schadenfreiheitsklasse mitnehmen kann und sie nicht verliert. Besonders junge Erwachsene können finanziell davon profitieren, die SF mitzunehmen.