ETF — Indexfonds

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//ETF — Indexfonds

ETFs, auch Index­fonds genannt, sind eine trans­pa­ren­te und immer belieb­ter wer­den­de Anla­ge­form. Mit ETFs hast du eine ver­gleichs­wei­se siche­re Mög­lich­keit, lang­fris­tig Ver­mö­gen auf­zu­bau­en, bei­spiels­wei­se für dei­ne Alters­vor­sor­ge. Wir ver­ra­ten dir hier, was es mit ETFs auf sich hat und wor­auf du beim Han­del mit Index­fonds ach­ten solltest. 

Was ist ein ETF / Indexfonds?

ETF steht für Exch­an­ge-traded fund, was über­setzt so viel wie „bör­sen­ge­han­del­ter Fonds“ bedeu­tet. Im Gegen­satz zu nor­ma­len Invest­ment­fonds wer­den die­se Index­fonds an der Bör­se gehan­delt, genau wie mit Akti­en oder ande­ren Wert­pa­pie­ren gehan­delt wird. Der nächs­te gro­ße Unter­schied ist, dass ein ETF einen Index wie den DAX pas­siv abbil­det. Ein teu­res akti­ves Manage­ment ent­fällt daher, was den Han­del beson­ders güns­tig macht. 

Wenn du in Index­fonds inves­tierst, inves­tierst du sozu­sa­gen in ein Abbild des Mark­tes. Du inves­tierst nicht gezielt in bestimm­te Unter­neh­men, son­dern kaufst viel­mehr Gesamt­an­tei­le des Mark­tes. Das tust du in der Form, als dass Geld des Fonds in die in dem Index gelis­te­ten Unter­neh­men inves­tiert wird. Wenn du regel­mä­ßig Geld in den ETF ein­zahlst, erhältst du jedes Mal einen bestimm­ten Anteil dar­an. Bei hohen Kur­sen erhältst du weni­ger Antei­le, bei nied­ri­gen Kur­sen mehr. Dadurch erhältst du im Lau­fe der Zeit auto­ma­tisch immer mehr Antei­le am Fonds, auch wenn du immer nur klei­ne Sum­men anlegst. 

Es gibt unter­schied­lichs­te Index­fonds. So kannst du nicht nur in den DAX inves­tie­ren, son­dern auch in ande­re Indi­zes wie den Euro­S­to­xx 50 oder in Indi­zes für Roh­stof­fe oder Anlagestrategien. 

ETF oder Fonds?

War­um soll­test du in ein Fonds-Abbild bzw. in den Index inves­tie­ren, statt direkt in den Markt ein­zu­stei­gen und mit „rich­ti­gen“ Fonds han­deln? Ein gro­ßer Vor­teil von ETFs sind die gerin­gen Kos­ten. Der pas­si­ve Index­fonds muss nicht aktiv von einem Fonds­ma­na­ger betreut wer­den. Die Gebüh­ren für einen Fonds­ma­na­ger betra­gen bis zu zwei Pro­zent der Anla­ge­sum­me pro Jahr. Zudem sparst du dir den Ausgabeaufschlag. 

Ein Pro­blem bei Fonds ist auch das Kurs­ri­si­ko. Im Schnitt steigt der Wert eines Index­fonds regel­mä­ßig an, das Kurs­ri­si­ko ist ver­hält­nis­mä­ßig gering. Inves­ti­tio­nen in ETFs sind meist auch lang­fris­ti­ger Natur, sodass kurz­zei­ti­ge Kurs­ein­brü­che nicht von beson­de­rer Bedeu­tung sind. Du kannst sie sogar posi­tiv sehen, denn wenn du immer die glei­che Sum­me inves­tierst, bekommst du bei nied­ri­gen Kur­sen mehr Fonds­an­tei­le für das glei­che Geld, was sich bei einem spä­te­ren Kurs­an­stieg natür­lich auszahlt. 

Obwohl Fonds­ma­na­ger Leu­te vom Fach sind, schaf­fen es nicht vie­le, über­durch­schnitt­li­che Gewin­ne zu erwirt­schaf­ten. Über­durch­schnitt­lich bedeu­tet hier, dass der Wert­zu­wachs über dem des Inde­xes liegt. Beson­ders auf lan­ge Sicht schaf­fen das nur sehr weni­ge Fonds­ma­na­ger. Daher kannst du mit Index­fonds oft bes­se­re Geschäf­te machen, zumal eben die Kos­ten deut­lich nied­ri­ger sind. 

Gebüh­ren und Kosten

Die Kos­ten von Exch­an­ge Traded Funds lie­gen deut­lich unter denen ande­rer Invest­ment­fonds. Die Gebüh­ren für den Fonds­ma­na­ger fal­len, wie bereits erwähnt, bei ETFs weg. Übrig blei­ben die Haupt­kos­ten­stel­len Verwaltungs‑, Han­dels- sowie Depot­ge­büh­ren. Hier kannst du aber mit der rich­ti­gen Stra­te­gie viel Geld einsparen. 

Vie­le Direkt­ban­ken bie­ten kos­ten­lo­se Depots an, bei denen du kei­ne Jah­res­ge­büh­ren bezah­len musst. Das ist natür­lich sehr prak­tisch, zumal es sehr vie­le Anbie­ter gibt, die bei ETFs sogar auf den Aus­ga­be­auf­schlag ver­zich­ten. Übrig blei­ben dann die Ver­wal­tungs­ge­büh­ren, die nor­ma­ler­wei­se bis zu zwei Pro­zent im Jahr betra­gen. Bei ETFs belau­fen sich die­se Gebüh­ren hin­ge­gen auf nur bis zu etwa 0,5 Prozent. 

Wei­te­re Kos­ten­fak­to­ren sind Han­dels­platz­ge­büh­ren und Order­pro­vi­sio­nen. Die Han­dels­platz- oder auch Bör­sen­ge­büh­ren kannst du nicht beein­flus­sen, die­se fal­len so oder so an. Dafür kannst du mit der Wahl des rich­ti­gen Anbie­ters viel Geld bei den Order­pro­vi­sio­nen spa­ren. Vie­le Anbie­ter im Inter­net berech­nen pro ETF-Trade nur eine gerin­ge Fix­ge­bühr. Bei einer Bank zahlst du dage­gen meist einen gewis­sen Pro­zent­satz des Order­wer­tes. Hier wer­den die Gebüh­ren folg­lich teu­rer, je mehr Geld du investierst. 

ETF Fonds­spar­plä­ne

Fonds­spar­plä­ne mit Index­fonds eig­nen sich sehr gut, um lang­fris­tig Ver­mö­gen auf­zu­bau­en. Somit sind sie für die Alters­vor­sor­ge gute Alter­na­ti­ven zur Lebens­ver­si­che­rung oder pri­va­ten Rentenversicherung. 

Wenn du lang­fris­tig regel­mä­ßig Geld in einen ETF anlegst, pro­fi­tierst du von dem zu erwar­te­ten durch­schnitt­li­chen Kurs­an­stiegs. Die Gefahr, Akti­en­pa­ke­te zum fal­schen Zeit­punkt zu kau­fen, ist bei Index­fonds-Spar­plä­nen sehr gering. Du kannst dei­ne Spar­ra­te auch regel­mä­ßig online anpas­sen. Wenn du zum Bei­spiel 200 Euro pro Monat in einem ETF anle­gen willst und merkst, dass es finan­zi­ell doch etwas knapp wird, kannst du die Rate jeder­zeit ver­rin­gern. Wenn mal viel Geld da ist, kannst du die Spar­ein­la­ge selbst­ver­ständ­lich auch erhöhen. 

Mit dem rich­ti­gen Anbie­ter kannst du dir die Order­ge­büh­ren kom­plett spa­ren. Vie­le Anbie­ter bie­ten Spar­plan­käu­fe ohne Order­ge­büh­ren an. 

Hier haben wir für dich aus­führ­li­che Infor­ma­tio­nen über ETF-Spar­plä­ne zusam­men­ge­stellt.

Wel­che ETF handeln?

Als Ein­stei­ger emp­feh­len sich die Index­fonds der größ­ten Indi­zes wie des DAX oder MDAX. Aber auch inter­na­tio­na­le Indi­zes sind erfolg­ver­spre­chend, wie der euro­päi­sche Akti­en­in­dex Euro­S­to­xx 50. Es gibt im Inter­net auch zahl­rei­che Tools, die dir bei der Aus­wahl des rich­ti­gen ETF hel­fen und dabei dei­ne Risi­ko­be­reit­schaft und dei­ne gewünsch­ten Anla­ge­for­men berücksichtigen. 

Wie hand­le ich mit ETFs?

Um ETF kau­fen oder ver­kau­fen zu kön­nen, benö­tigst du ein Wert­pa­pier­de­pot. Das Depot ist mit dei­nem Giro­kon­to ver­knüpft. Wenn du ETF kaufst, wird das Geld von dei­nem Giro­kon­to abge­bucht und dei­ne ETF-Antei­le wer­den im Depot hin­ter­legt. Divi­den­den oder Geld aus dem Ver­kauf von ETF-Antei­len wer­den dem­entspre­chend dei­nem Giro­kon­to gut­ge­schrie­ben. Beson­ders güns­ti­ge und auch kos­ten­freie Depots fin­dest du meist bei Online Bro­kern bzw. Direktbanken. 

Jetzt musst du dich natür­lich für einen ETF ent­schei­den. Wenn du dich ent­schie­den hast, kannst du online eine Order auf­ge­ben. Dort trägst du ein, in wel­chen ETF du inves­tie­ren möch­test. Anschlie­ßend wird dir ange­zeigt, an wel­cher Bör­se du dei­ne Antei­le zu wel­chem Kurs kau­fen kannst. Du soll­test dar­auf ach­ten, dass die Real­time-Kur­se ange­zeigt wer­den, damit dein Kauf­preis so nah wie mög­lich an dem ange­zeig­ten Kurs liegt. 

Wie­viel ein Anteil im End­ef­fekt kos­tet ist näm­lich noch nicht ganz klar, da der Kurs schwankt und bei der Bestä­ti­gung dei­ner Order vom zuvor ange­zeig­ten abwei­chen kann. Aus die­sem Grund kannst du ein Limit set­zen. Dein Kauf wird nur durch­ge­führt, wenn der Kurs dein Limit nicht über­steigt. Soll­te der Kurs dar­über lie­gen, wird dei­ne Order aus­ge­führt, sobald er wie­der dar­un­ter fällt. Wie lan­ge dei­ne Order gül­tig ist, kannst du selbst bestim­men. Du musst nun noch ange­ben, wie vie­le Antei­le du kau­fen möch­test. Dazu nimmst du dei­ne gewünsch­te Inves­ti­ti­ons­sum­me, teilst sie durch den aktu­el­len Kurs und run­dest das Ergeb­nis ab. Beispiel: 

Du möch­test 3.000 Euro in einen ETF inves­tie­ren. Der Real­time­kurs liegt bei 44,78 Euro. 3.000 Euro geteilt durch 44,78 Euro pro Anteil ergibt 66,99 Antei­le. Da du nur gan­ze Antei­le kau­fen kannst, run­dest du auf 66 Antei­le (oder weni­ger) ab. Wür­dest du auf­run­den, wür­dest du mehr als die 3.000 Euro ausgeben. 

Nun plat­zierst du dei­ne Order und legst dein Limit fest, sodass du bei­spiels­wei­se die 66 Antei­le bis zu einem Kurs von 44,80 Euro kau­fen wür­dest. Nach der Bestä­ti­gung dei­ner Order wird geprüft, ob der aktu­el­le Real­time­kurs über dem Limit liegt. Ist das nicht der Fall, wird die Order aus­ge­führt und dein Geld abge­bucht. Bis dei­ne Antei­le dei­nem Depot gut­ge­schrie­ben wer­den, kann es nun noch bis zu zwei Bank­werk­ta­ge dau­ern. Sor­gen brauchst du dir aber kei­ne zu machen, denn schließ­lich wur­de der Kauf bereits zu dem Kurs durch­ge­führt. Du hast die Ware sozu­sa­gen bestellt und war­test jetzt nur noch auf die Lieferung. 

Der Ver­kauf von ETF-Antei­len funk­tio­niert grund­le­gend genau­so, nur in die ande­re Rich­tung. Du gibst an, wie vie­le Antei­le du ver­kau­fen möch­test und wel­cher Kurs nicht unter­schrit­ten wer­den darf. Solan­ge der Kurs unter dei­nem Limit liegt, behältst du dei­ne Anteile.
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