Gasanbietervergleich

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Wie kann ich meinen Gasanbieter wechseln?

Ein Gasanbieter Vergleich ist sinnvoll, wenn du schnell und einfach die besten und günstigsten Gastarife finden möchtest. Ähnlich wie beim Stromanbietervergleich kannst du mit einem Wechsel deines Gasanbieters viel Geld sparen. Abhängig von deinem aktuellen Tarif sind Einsparungen von mehreren hundert Euro pro Jahr möglich.

Der Gasanbietervergleich ist schnell und einfach durchgeführt. Zusatzkosten entstehen dir dabei nicht, die Nutzung des Services ist für dich kostenfrei. Der Vergleich ist in den meisten Fällen binnen weniger Minuten erledigt.

Wenn du dich für einen neuen Gastarif entschieden hast, kannst du den Wechsel auch gleich online durchführen. Um deinen neuen Tarif zu bekommen, schließt du online einen Versorgungsvertrag ab. Der neue Anbieter benötigt dafür Daten wie Lieferadresse, Zählerstand und Zählernummer. In der Regel bieten Gasversorger Neukunden einen kostenlosen Wechselservice an.

Dein neuer Anbieter benötigt dafür einige Daten, wie den Namen deines aktuellen Versorgers und deine Kundennummer. Dein neuer Anbieter führt dann für dich die Kündigung durch. Wenn alles ordnungsgemäß abläuft, brauchst du nur noch auf die Vertragsunterlagen zu warten.

Die Vertragslaufzeit deines neuen Tarifs beginnt, wenn dein derzeitiger Tarif unter Einhaltung der Kündigungsfristen endet. Und keine Sorge, es müssen keine Geräte getauscht oder sonstige handwerkliche Maßnahmen durchgeführt werden. Selbst wenn dein neuer Tarif aufgrund eines Systemfehlers am Tag des Wechsels noch nicht aktiv sein sollte brauchst du dir keine Sorgen zu machen. Bis ein mögliches Problem geklärt ist, wirst du automatisch von deinem regionalen Grundversorger mit Gas versorgt. Du brauchst folglich nicht befürchten, aufgrund eines Fehlers beim Tarifwechsel zeitweise kein Gas nutzen zu können.

Gasanbieter Vergleich im Internet: Schnell, einfach und kostenlos

Einen neuen Gasanbieter und den passenden Tarif zu finden ist ohne Vergleichsrechner kaum noch möglich. Es gibt so viele Anbieter mit unterschiedlichen Tarifen, dass es ein unglaublich zeitintensives Unterfangen wäre, alle vor Ort verfügbaren Angebote zu finden und den Vergleich mithilfe von Broschüren oder Produktinformationsblättern durchzuführen.

Mithilfe eines Vergleichsrechners dauert der Gasanbieter Vergleich selten länger als ein paar Minuten. Du brauchst nur ein paar Daten einzugeben, beispielsweise deine Postleitzahl und deinen durchschnittlichen Gasverbrauch. Falls du in deine erste eigene Wohnung ziehst oder der Umzug in eine deutlich größere oder kleinere Wohnung ansteht, kannst du deinen zukünftigen Gasverbrauch natürlich nicht kennen. In der Regel kannst du stattdessen auch einfach die Wohnfläche deiner neuen Unterkunft angeben. Dein zu erwartender Gasverbrauch wird von dem Rechner anhand von Durchschnitts- und Erfahrungswerten geschätzt.

Bitte beachte, dass ein seriöser Gasanbietervergleich im Internet für dich immer kostenlos ist. Die Vergleichsportale werden üblicherweise durch Werbung und Anbieterprovisionen bei Vertragsabschluss finanziert. Wenn ein Vergleichsrechner beispielsweise eine Beratungs- oder Vermittlungsgebühr verlangt, solltest du dich eher nach einem anderen Anbieter umsehen.

Nachdem du das Formular ausgefüllt hast, werden dir viele gute Gastarife angezeigt, die für dich an deinem Wohnort infrage kommen. Jeder gute Vergleichsrechner bietet dir diverse Filtermöglichkeiten. So kannst du in der Regel zum Beispiel nur Tarife mit Ökogas anzeigen lassen. Oder du filterst alle Tarife raus, die eine bestimmte Vertragslaufzeit oder Kündigungsfrist überschreiten. Auf diese Weise kannst du ganz einfach den Tarif finden, der nicht nur am günstigsten, sondern auch deinen eigenen individuellen Ansprüchen genügt.

An dieser Stelle sei erneut darauf hingewiesen, dass sowohl der Gasanbietervergleich als auch der Tarifabschluss samt Anbieterwechsel kostenfrei sein sollten. Du schließt den Vertrag direkt mit deinem neuen Anbieter ab, nicht mit dem Vergleichsportal. Dieser übernimmt für dich auch die Kündigung des Altvertrags. Es kann vorkommen, dass du deinem neuen Anbieter die Vertragsunterlagen ausgedruckt und unterschrieben per Post zusenden musst. Das solltest du unter Einhaltung der gesetzten Fristen tun. Anschließend kannst du dich zurücklehnen und dich darüber freuen, dass du in absehbarer Zeit weniger für dein Gas bezahlen wirst.

Die besten Tipps zum Gasanbieter Vergleich

Viele Verbraucher stehen einem Gasanbieterwechsel skeptisch gegenüber. Das ist besonders oft bei Personen der Fall, deren Gaslieferungsverträge seit vielen Jahren laufen und die sich noch nie genauer mit dem Thema Gasanbieter Vergleich auseinandergesetzt haben. Die Hauptängste sind die Furcht vor einer Kostenfalle und die Angst vor einem Gasausfall.

Im Telekommunikationsbereich ist es ja auch so, dass die Leitung „tot“ ist, wenn der neue Anbieter nach einem Wechsel die Leitung nicht rechtzeitig freischaltet. Bei der Strom- und Gasversorgung kann so etwas nicht passieren. Sollte es zu Problemen mit der Anmeldung beim neuen Anbieter kommen, übernimmt automatisch der lokale Grundversorger die Belieferung mit Gas.

Allerdings ist der Grundtarif des Grundversorgers meist sehr teuer. Diese Kosten musst du zunächst hinnehmen. Die Mehrzahl der Gasanbieter gewähren Neukunden aber auch eine Erfolgsgarantie für den Wechsel. Sollte der der Anbieter einen Fehler gemacht und somit die Zusatzkosten verursacht haben, erstattet er diese dem Kunden. Achte beim Vergleich auch darauf, dass dein neuer Anbieter eine solche Garantie einräumt. Bei einem Gasanbietervergleich können aber auch noch andere Kostenfallen drohen. Mit unseren besten Tipps zum Gasanbietervergleich verraten wir dir, wie du mögliche Kostenfallen erkennen und umgehen kannst.

1. Gasanbieter niemals im Voraus bezahlen

Manche Gasanbieter bieten besonders niedrige Kilowattstundenpreise, wenn du bereit bist, eine bestimmte Anzahl Kilowattstunden im Voraus zu bezahlen. Du zahlst deinem Anbieter das Geld und kannst eine festgelegte Menge Gas ohne Zusatzkosten verbrauchen. Was gut klingt, kann aber nach hinten losgehen. Oftmals ist der Preis pro kWh nämlich nur bezogen auf das bestimmte Kontingent so günstig. Wenn du mehr Gas verbrauchst, zahlst du dafür dann möglicherweise deutlich mehr pro kWh und aus der Ersparnis wird eine teure Nachzahlung.

Problematisch kann es auch werden, wenn du weniger Gas verbraucht hast. Häufig ist es schwierig, sich das Geld für das zu viel bezahlte Gas anteilig zurückzahlen zu lassen. In diesem Fall hast du war zu viel, aber immerhin nicht noch unerwartet draufgezahlt. Auch die Übernahme der Restmenge in das nächste Jahr ist häufig nicht möglich.

Noch problematischer ist es, wenn dein Gasanbieter Insolvenz anmeldet. Im Falle eines Unternehmensbankrotts stehen die Chancen, dass du dein Geld zurückbekommst, eher nicht besonders gut. Entscheide dich daher sicherheitshalber lieber für einen Gastarif mit monatlichen Abschlagszahlungen.

2. Boni und Rabatte beim Gasanbieterwechsel einkalkulieren

Um Neukunden zu gewinnen, locken viele Anbieter mit Bonus- oder Cashback-Aktionen. Das bedeutet, dass du für deinen Vertragsabschluss von dem Anbieter einen bestimmten Betrag ausgezahlt bekommst. Meist wird dieser mit einer der ersten Rechnungen verrechnet. Im Vergleichsrechner ist der Bonus in den meisten Fällen in der Abschlagsrechnung bereits einbezogen.

Angenommen, du erhältst für deinen Vertragsabschluss 250 Euro als Sofortbonus. Der Bonus wird im Vergleich von den erwarteten Kosten während der ersten 12 Monate der Vertragslaufzeit abgezogen. Du erkennst dies an Formulierungen wie „xxx Euro im ersten Jahr“. Dadurch, dass der Bonus in der Berechnung enthalten ist, wirken die Abschläge natürlich niedriger. Von deinem Konto abgebucht werden die Abschläge in normaler Höhe, den Rabatt durch die Bonuszahlung hast du ja sozusagen in einer Rate ausgezahlt bekommen.

Einerseits kann dieses Vorgehen zu einer Kostenfalle werden, weil du höhere Abschläge bezahlst, als du auf den allerersten Blick gedacht hast. Du kannst von den Neukundenboni allerdings auch profitieren. Wenn du auf die Vertragslaufzeiten achtest und jedes Jahr Anbieter vergleichen und ggf. wechseln möchtest, kannst du dir solche Boni immer wieder sichern und im Endeffekt dauerhaft günstiges Gas beziehen.

3. Vertragslaufzeiten, Kündigungsfristen und Preisgarantien beachten

Um flexibel auf Preisschwankungen reagieren zu können, solltest du keine zu langen Vertragslaufzeiten wählen, auch wenn die Abschläge bei langfristigen Verträgen meist etwas niedriger sind. Du solltest dir die Option offenhalten, in jedem Jahr einen Tarifwechsel durchführen zu können.

Die Abschläge bleiben schließlich während der gesamten Vertragslaufzeit nicht gleich hoch. Nach Ablauf der Preisgarantie könnte das Gas deutlich teurer werden. Wenn du dann nicht zeitnah deinen Anbieter wechseln kannst, zahlst du längerfristig zu viel Geld für dein Gas. Im Idealfall gilt die Preisgarantie während der gesamten Mindestvertragslaufzeit. Dann kannst du sicher sein, dass deine Abschläge nicht nach wenigen Monaten sprunghaft steigen.

Es gibt verschiedene Arten der Preisgarantie. Empfohlen wird meist die sogenannte Preisfixierung. Damit bleibt der Gaspreis für dich in jedem Fall konstant. Einzig Änderungen bei der Besteuerung oder anderer staatlichen Abgaben können sich auf deine Abschläge auswirken. Ebenfalls beliebt ist die Preisgarantie, die alle Preisbestandteile samt Steuern etc. umfasst.

Als Vertragslaufzeit wird meistens ein Jahr empfohlen. Damit du bei Preisänderungen auch relativ kurzfristig reagieren kannst, sollte die Kündigungsfrist nicht länger als sechs Wochen betragen.

4. Keine Kaution bezahlen

Es gibt Gasanbieter, die Tarife mit Kautionszahlungen anbieten. Das Prinzip gleicht dem der Mietkaution. Du zahlst eine Kaution in Höhe von mehreren Abschlagszahlungen. Dieses Geld dient dem Anbieter als Sicherheit, solltest du deine Abschläge nicht bezahlen können. Ist dein Kundenkonto zum Vertragsende hin ausgeglichen, bekommst du die Kaution zurück.

Hierbei besteht das Problem, welches auch bei Tarifen mit Vorauszahlung besteht. Du musst zwar nicht darauf achten, dass du dein Gaskontingent einhältst, jedoch bleibt die Gefahr, dass du deine Kaution verlierst, wenn der Anbieter Insolvenz anmelden sollte. In nicht wenigen Fällen kam es in der Vergangenheit auch vor, dass Kunden, die zu einem anderen Anbieter gewechselt haben, Schwierigkeiten hatten, ihre Kaution zurückzubekommen.

5. Regelmäßig Gaspreise vergleichen

Auf unseren fünften Tipp haben wir schon mehrmals angespielt. Damit du dauerhaft von günstigen Gaspreisen profitieren kannst, solltest du mindestens einmal pro Jahr einen Gaspreisvergleich durchführen. Nur mit regelmäßigen Tarifvergleichen zahlst du so wenig wie möglich für dein Gas. Ein Anbieterwechsel ist kostenlos, schnell und unkompliziert durchgeführt. Warum also nicht die paar Minuten investieren und jedes Jahr die niedrigsten Abschläge zu bezahlen und zusätzliche Boni oder weitere Vergünstigungen zu erhalten?