Strom­ver­gleich

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Wie kann ich mei­nen Strom­an­bie­ter wech­seln?

Mit einem Strom­ver­gleich fin­dest du schnell die gute bzw. güns­ti­ge Tari­fe und kannst eini­ges an Geld spa­ren. Teils sind Ein­spa­run­gen in Höhe von meh­re­ren hun­dert Euro im Jahr mög­lich, wenn du dei­nen Strom­an­bie­ter wech­selst. Ein Strom­ver­gleich ist inner­halb kür­zes­ter Zeit durch­ge­führt und auch der Wech­sel ist unkom­pli­ziert und im Nor­mal­fall inner­halb weni­ger Minu­ten erle­digt.

Hier erfährst Du, wie Du mit einem Strom­ver­gleich die güns­ti­ge Strom­ta­ri­fe fin­den und den Anbie­ter­wech­sel durch­füh­ren kannst.

Wie beginnt Dei­ne Post­leit­zahl?

Strom­ver­gleich im Inter­net: Schnell, ein­fach & kos­ten­los

energieanbieter wechselnSehr vie­le ver­schie­de­ne Strom­an­bie­ter wer­ben mit unter­schied­li­chen Tari­fen um die Gunst des Ver­brau­chers. Frü­her erfor­der­te ein Anbie­ter­wech­sel deut­lich grö­ße­ren Auf­wand. Man muss­te her­aus­fin­den, wel­che Anbie­ter in der Regi­on aktiv sind, Tele­fo­na­te füh­ren, Bro­schü­ren durch­blät­tern und For­mu­la­re wäl­zen.

Heu­te benö­tigt man nur einen Inter­net­zu­gang, die Post­leit­zahl des Wohn­orts und den durch­schnitt­li­chen Jah­res­ver­brauch. Die­se Daten gibt man bei einem Strom­ver­gleich in ein For­mu­lar ein und nach einem Klick wer­den ver­schie­de­ne vor Ort ver­füg­ba­ren Strom­an­bie­ter und -tari­fe ange­zeigt. Wer sei­nen Jah­res­ver­brauch nicht kennt oder eine Ände­rung erwar­tet, bspw. auf­grund eines Umzugs in eine grö­ße­re Woh­nung oder ein Eigen­heim, kann auch ein­fach die Wohn­flä­che und ein­ge­ben, ob du in einem 1, 2, 3 oder 4-Per­so­nen­haus­halt lebst. Der Ver­gleichs­rech­ner ermit­telt aus die­sen Daten dann auto­ma­tisch den vor­aus­sicht­li­chen Strom­ver­brauch eben die­sen Flä­che und Per­so­nen­zahl.
Ein Ver­gleich der ver­schie­de­nen Strom­an­bie­ter im Inter­net ist immer kos­ten­los. Ver­gleichs­rech­ner, die Geld für einen Ver­gleich ver­lan­gen, soll­ten tun­lichst gemie­den wer­den. Die Ver­gleichs­por­ta­le wer­den in der Regel über Wer­bung und Pro­vi­sio­nen des Anbie­ters bei Ver­trags­ab­schluss finan­ziert.

Jeder gute Ver­gleichs­rech­ner bie­tet diver­se Fil­ter­mög­lich­kei­ten, damit man nicht nur den bil­ligs­ten, son­dern auch indi­vi­du­ell opti­ma­len Strom­an­bie­ter fin­det. Mit sol­chen Fil­tern, die ein­fach per Klick akti­viert und deak­ti­viert wer­den, kann man sich zum Bei­spiel nur Öko­strom-Tari­fe anzei­gen las­sen oder Strom­ta­ri­fe, die einen Bonus für den Wech­sel mit anbie­ten. Ansons­ten sehen wir uns natür­lich vor einem mög­li­chen Strom­an­bie­ter­wech­sel die mög­li­chen Ver­trags­lauf­zei­ten, Kün­di­gungs­fris­ten und Preis­ga­ran­ti­en als Fil­ter im Strom­rech­ner gleich mit an. Zudem bie­tet sich durch­aus an, alle Tari­fe aus­blen­den, die eine zu gerin­ge Wei­ter­emp­feh­lungs­quo­te haben.

Wenn man sich nach einem ent­spre­chen­den Ver­gleich (z.B. bei Check24, Vero­vox o.ä.) für einen Strom­an­bie­ter­wech­sel ent­schie­den hat, kann man ihn auch gleich online durch­füh­ren. Für den Kun­den ist der Anbie­ter­wech­sel kos­ten­frei. Es müs­sen ledig­lich die erfor­der­li­chen Daten wie Zäh­ler­stand, Zäh­ler­num­mer und die Anschluss­adres­se ein­ge­ge­ben wer­den. Der Rest, auch die Kün­di­gung des Alt­ver­tra­ges, erfolgt auto­ma­tisch. Es ist ledig­lich erfor­der­lich, sich die Ver­trags­un­ter­la­gen aus­zu­dru­cken oder zuschi­cken zu las­sen und sie unter­schrie­ben an den neu­en Anbie­ter zu schi­cken. (Es gilt natür­lich dabei zu beach­ten, wie lang die Rest­lauf­zeit des alten Strom­ver­trags noch ist.)

So setzt sich der Strom­preis zusam­men

Der Strom­preis wird nicht allein von den Strom­an­bie­tern bestimmt. Der Bun­des­ver­band für Ener­gie und Was­ser­wirt­schaft e. V. (BDEW) hat die Zusam­men­set­zung des Strom­prei­ses des Jah­res 2017 für Pri­vat­kun­den offen­ge­legt. Dabei zeig­te sich, dass Strom­erzeu­gung und Ver­trieb nur 19 Pro­zent des Strom­prei­ses aus­ma­chen. Wenn du für 100 Euro Strom ver­braucht hast, gin­gen ledig­lich 19 Euro an die Strom­pro­du­zen­ten und Ver­sor­gungs­un­ter­neh­men. Mes­sun­gen, Abrech­nun­gen und Netz­ent­gel­te hat­ten gemein­sam gan­ze 26 Pro­zent Anteil am Strom­preis.

Den aller­größ­ten Anteil hat­ten Steu­ern und Abga­ben. Sie mach­ten gemein­sam 55 Pro­zent des Strom­prei­ses aus. Mit 23,5 Pro­zent hat­te die EEG-Umla­ge den mit Abstand größ­ten Anteil, gefolgt von der Umwelt­steu­er mit 16 Pro­zent und sie­ben Pro­zent Strom­steu­er. 5,7 Pro­zent ent­fie­len auf die Kon­zes­si­ons­ab­ga­be. Die rest­li­chen 2,8 Pro­zent ent­fie­len auf sons­ti­ge Umla­gen.

Tat­säch­lich sin­ken die Pro­duk­ti­ons- und Ver­triebs­kos­ten seit meh­re­ren Jah­ren kon­ti­nu­ier­lich, doch bei den End­ver­brau­chern kommt nichts davon an. Im Gegen­teil, der Preis pro Kilo­watt­stun­de steigt immer wei­ter an. Der Grund dafür ist bei den Abga­ben zu suchen. Wäh­rend der rei­ne Strom­preis gesun­ken ist, sind ande­re Kos­ten­fak­to­ren gestie­gen, zum Bei­spiel die Netz­ent­gel­te, die für die Instand­hal­tung und den Aus­bau des Strom­net­zes ver­wen­det wer­den.

Strom­ver­brauch mes­sen und berech­nen

Dein Strom­zäh­ler misst dei­nen Strom­ver­brauch in Kilo­watt­stun­den (kWh). Doch was bedeu­tet das kon­kret? Der Strom­ver­brauch eines Geräts wird in Watt­stun­den bzw. Watt ange­ge­ben. Das ist die Men­ge Strom, die das Gerät wäh­rend einer Stun­de Betriebs­zeit ver­braucht respek­ti­ve ver­brau­chen kann. Bei Gerä­ten mit häu­fig schwan­ken­dem Strom­ver­brauch, wie bei­spiels­wei­se Com­pu­tern oder Fern­se­hern, ist oft­mals auch der durch­schnitt­li­che Strom­ver­brauch ange­ge­ben.

Eine Kilo­watt­stun­de ist die Ein­heit für ein­tau­send Watt­stun­den. Ange­nom­men du hast einen Haar­trock­ner mit einer Leis­tung von 2.200 Watt. Wenn du den Haar­trock­ner eine Stun­de lang auf höchs­ter Stu­fe lau­fen las­sen wür­dest, wür­dest du 2,2 Kilo­watt­stun­den ver­brau­chen. Möch­test du fürs Haa­re trock­nen nicht mehr als eine Kilo­watt­stun­de bezah­len, soll­test du den Föhn nach etwas mehr als 27 Minu­ten abschal­ten.

Der Strom­ver­brauch der meis­ten Gerä­te lässt sich so pau­schal aber nicht berech­nen. Bei der Anga­be han­delt es sich in der Regel um den maxi­ma­len Strom­ver­brauch. Wenn besag­ter Haar­trock­ner meh­re­re Heiz­stu­fen hat, dürf­ten die 2.200 Watt nur für die Maxi­mal­leis­tung benö­tigt wer­den. Auf der kleins­ten Stu­fe muss allein schon die Heiz­spi­ra­le nicht so heiß wer­den und der Föhn muss ent­spre­chend weni­ger Strom aus der Steck­do­se zie­hen.

So ähn­lich funk­tio­niert das auch bei Gerä­ten wie Com­pu­tern und Fern­se­hern. Dein Com­pu­ter ver­braucht viel Strom, wenn du ein leis­tungs­hung­ri­ges Spiel spielst oder ein Video ren­derst und im Ver­gleich dazu deut­lich weni­ger, wenn du ledig­lich mit einem Schreib­pro­gramm einen Text schreibst. Dein Fern­se­her benö­tigt auch mehr Strom, je stär­ker du die Bild­hel­lig­keit ein­stellst oder den Ton lau­ter machst.

Das kannst du mit einem ein­fa­chen Expe­ri­ment selbst über­prü­fen. Lade doch mal über Nacht dein Smart­pho­ne voll auf. Wenn du mor­gen auf­stehst, stellst du die Dis­play­hel­lig­keit auf Maxi­mum und deak­ti­vierst ggf. die auto­ma­ti­sche Hel­lig­keits­re­ge­lung. Bevor du schla­fen gehst, notierst du dir dei­nen Akkustand und wie­der­holst das alles noch ein­mal, nur über­mor­gen stellst du die Hel­lig­keit auf den nied­rigs­ten Wert. Am Abend ver­gleichst du dei­nen Akkustand mit dem des Vor­ta­ges. Du wirst mit Sicher­heit fest­stel­len, dass der Akku deut­lich vol­ler ist als er es am Vor­tag war. Grund­be­din­gung hier­für ist natür­lich, dass du das Smart­pho­ne an bei­den Tagen mög­lichst gleich benutzt, also in etwa gleich lang damit spielst, surfst, Musik hörst oder tele­fo­nierst.

Strom spa­ren: Tipps gegen hohe Strom­rech­nun­gen

Strom­an­bie­ter zu ver­glei­chen und zu einem güns­ti­ge­ren Ange­bot zu wech­seln kann dei­ne Strom­rech­nung teils um meh­re­re hun­dert Euro im Jahr sen­ken. Das ist aber nur ein Schritt zu einer nied­ri­gen Strom­rech­nung. Min­des­tens genau­so wich­tig ist die Kon­trol­le über dei­nen Strom­ver­brauch. Mit ein paar ein­fa­chen Maß­nah­men kannst du näm­lich viel Ener­gie spa­ren und Strom, den du nicht ver­brauchst, musst du natür­lich auch nicht bezah­len.

1. Gerä­te mit hohem Strom­ver­brauch aus­tau­schen

Jedes Elek­tro­ge­rät ver­braucht Strom, das ist voll­kom­men klar. Man­che Gerä­te wie zum Bei­spiel der Kühl­schrank oder die Gefrier­tru­he müs­sen sogar rund um die Uhr lau­fen und ver­brau­chen ent­spre­chend dau­er­haft Strom. Gera­de bei sol­chen Gerä­ten soll­test du auf einen nied­ri­gen Ver­brauch und eine gute Ener­gie­ef­fi­zi­enz­klas­se ach­ten. Alte Gerä­te die­ser Art sind wah­re Ener­gie­fres­ser, deren Strom­ver­brauch die wenigs­ten Men­schen ken­nen.

Es kann sich also loh­nen den Strom­ver­brauch dei­nes Kühl­schranks oder dei­ner Gefrier­tru­he ein­fach mal zu ermit­teln. Anga­ben dazu fin­dest du in der Bedie­nungs­an­lei­tung und meis­tens auf der Rück­sei­te des Geräts. Man­che Gerä­te tra­gen die­se Anga­ben auch auf einem Schild bzw. Auf­kle­ber auf der Innen­sei­te. Falls nicht, soll­te zumin­dest die Typen­be­zeich­nung her­aus­zu­fin­den sein. Tech­ni­sche Daten oder auch Bedie­nungs­an­lei­tun­gen als PDF-Datei zum Her­un­ter­la­den sind für fast alle Gerä­te im Inter­net zu fin­den.

Gene­rell kannst du bei sol­chen Gerä­ten Strom spa­ren, indem du die Tem­pe­ra­tur erhöhst. Je käl­ter ein Kühl­schrank oder eine Gefrier­tru­he sein soll, des­to mehr Strom ver­braucht sie. Wenn nicht gera­de eine beson­ders nied­ri­ge Tem­pe­ra­tur gebraucht wird, brin­gen die höchs­ten Kühl­stu­fen meist kei­nen gro­ßen prak­ti­schen Vor­teil.

Glei­ches gilt auch für Elek­tro­groß­ge­rä­te wie die Wasch- oder Spül­ma­schi­ne. Die­se Gerä­te sind regel­mä­ßig in Betrieb und kön­nen eben­falls rich­ti­ge Strom­fres­ser sein. Neue Gerä­te ver­brau­chen im Schnitt deut­lich weni­ger Ener­gie als älte­re Model­le. Auch hier lohnt sich ein Blick auf den Strom­ver­brauch und ein Ver­gleich mit dem Ener­gie­ver­brauch aktu­el­ler Gerä­te häu­fig.

Gene­rell ist ein Ver­brauch­scheck bei allen Gerä­ten sinn­voll, wel­che regel­mä­ßig über einen län­ge­ren Zeit­raum betrie­ben wer­den. Dazu gehö­ren bei­spiels­wei­se auch Fern­se­her und Com­pu­ter. Ein Lap­top benö­tigt in den meis­ten Fäl­len deut­lich weni­ger Ener­gie als ein Desk­top-PC und auch beim Fern­se­her gibt es häu­fig Ein­spar­po­ten­zi­al.

2. Nicht akut benö­tig­te Gerä­te aus­schal­ten

Vie­le Men­schen las­sen ihre Elek­tro­ge­rä­te ange­schal­tet, obwohl sie gar nicht genutzt wer­den. Ein klas­si­sches Bei­spiel ist der Com­pu­ter, der mor­gens ange­schal­tet und vorm Schla­fen­ge­hen her­un­ter­ge­fah­ren wird, obwohl er viel­leicht nur eine Stun­de am Tag tat­säch­lich genutzt wird. Der viel­leicht häu­figs­te Grund dafür ist eine lan­ge Start­pha­se des Rech­ners.

Hier kann es sinn­voll sein sich mit den Ener­gie­spar­einstel­lun­gen zu beschäf­ti­gen. Die meis­ten moder­nen Betriebs­sys­te­me unter­stüt­zen einen Stand­by-Modus, aus dem sie inner­halb weni­ger Sekun­den erwa­chen kön­nen, sodass der PC nach dem „hoch­fah­ren“ qua­si sofort wie­der benutz­bar ist. Im Stand­by-Modus zwar nicht wirk­lich aus­ge­schal­tet, aller­dings benö­tigt er nur einen win­zi­gen Bruch­teil der Ener­gie, die er in akti­vem Zustand ver­brau­chen wür­de.

Ande­re Gerä­te wer­den oft­mals schlicht­weg ver­ges­sen. Das viel­leicht bes­te Bei­spiel sind TV-Recei­ver bzw. Set-Top-Boxen. Vie­le Men­schen schal­ten nur ihren Fern­se­her aus, wenn sie genug gese­hen haben. Der Recei­ver hin­ge­gen bleibt aus Bequem­lich­keit oder Gedan­ken­lo­sig­keit ange­schal­tet und ver­braucht rund um die Uhr Ener­gie. Zwar ist der Strom­ver­brauch sol­cher Gerä­te sel­ten beson­ders hoch, doch über die Zeit betrach­tet kommt eine grö­ße­re Men­ge unnö­tig ver­brauch­ter Ener­gie zusam­men, die man hät­te spa­ren kön­nen.

3. Ener­gie­spar­lam­pen oder LED-Beleuch­tung nut­zen

Die Beleuch­tung ist ein wei­te­rer wich­ti­ger Fak­tor beim Strom­spa­ren. Dass du das Licht aus­schal­ten soll­test, wenn du einen Raum für län­ge­re Zeit ver­lässt, ist dir wahr­schein­lich bekannt. Mit der Ent­schei­dung für ver­brauchs­ar­me Leucht­mit­tel kannst du zusätz­lich Strom und Geld spa­ren.

Wenn du noch her­kömm­li­che Glüh­bir­nen hast, soll­test du sie in jedem Fall gegen Ener­gie­spar­lam­pen oder LED-Leucht­mit­tel erset­zen. Ener­gie­spar­lam­pen benö­ti­gen nur einen Bruch­teil der Ener­gie, die eine Glüh­bir­ne ver­braucht. LED-Leucht­mit­tel sind meist sogar noch effi­zi­en­ter. Es gibt für qua­si alle gän­gi­gen Sockel ener­gie­spa­ren­de Leucht­mit­tel. Zudem ist es in der Regel pro­blem­los mög­lich, eine Ener­gie­spar­lam­pe statt des her­kömm­li­chen Leucht­mit­tels zu benut­zen. Du musst das Leucht­mit­tel ein­fach nur aus­tau­schen.

Auf­pas­sen musst du aller­dings bei dimm­ba­ren Lam­pen. Je nach Dim­mer kann eine Ener­gie­spar­lam­pe fla­ckern oder schlicht­weg nicht funk­tio­nie­ren. Auch grö­ße­re Defek­te sind mög­lich, Lam­pe und Dim­mer kön­nen zer­stört wer­den.

Damit das nicht pas­siert, müss­test du den Typ dei­nes Dim­mers ermit­teln und ein dazu pas­sen­des Leucht­mit­tel wäh­len. Nicht jede Ener­gie­spar­lam­pe ist dimm­bar. Ob eine Ener­gie­spar­lam­pe dimm­bar ist, ist für gewöhn­lich auf der Ver­pa­ckung ver­merkt.

4. Strom­zäh­ler selbst able­sen statt schät­zen las­sen

Die­ser Tipp hilft dir nicht direkt dabei, Strom zu spa­ren. Aber er kann dich vor einer zu hohen Strom­rech­nung und über­zo­ge­nen Abschlags­for­de­run­gen schüt­zen. Ein­mal im Jahr kommt jemand vom Netz­be­trei­ber vor­bei, um dei­nen Strom­zäh­ler abzu­le­sen. Wenn du nicht daheim bist oder die Per­son nicht in dei­ne Woh­nung las­sen möch­test, kannst du dei­nen Zäh­ler­stand auf einer Post­kar­te ein­tra­gen, wel­che dir der Netz­be­trei­ber kos­ten­frei zusen­det. Die Post­kar­te schickst du dann ein­fach gebüh­ren­frei zurück. Der Netz­be­trei­ber über­mit­telt dei­nen Zäh­ler­stand an dei­nen Strom­an­bie­ter. Alter­na­tiv kannst du dei­nen Zäh­ler­stand auch im Kun­den­por­tal dei­nes Anbie­ters selbst ein­tra­gen.

Die gan­ze Sache dau­ert kei­ne fünf Minu­ten und kann dir eine über­zo­ge­ne Strom­rech­nung erspa­ren. Wenn du dei­nen Zäh­ler­stand näm­lich nicht über­mit­telst, wird dein Strom­ver­brauch geschätzt. Die Schät­zun­gen fal­len häu­fig sehr groß­zü­gig aus, aller­dings nicht sel­ten zuguns­ten des Strom­an­bie­ters. Es besteht eine nicht gerin­ge Wahr­schein­lich­keit, dass der geschätz­te Strom­ver­brauch weit über dei­nem tat­säch­li­chen Ver­brauch liegt. Die­ser wird dir dann natür­lich auch in Rech­nung gestellt.

Aus dem ermit­tel­ten Strom­ver­brauch erge­ben sich auch dei­ne Abschlags­zah­lun­gen für das kom­men­de Jahr. Du zahlst dann nicht nur eine viel­leicht meh­re­re hun­dert Euro zu hohe Jah­res­end­ab­rech­nung, son­dern ein Jahr lang jeden Monat zu hohe Abschlä­ge. Das Geld kannst du spa­ren, indem du dir weni­ge Minu­ten Zeit nimmst, um dei­nen Zäh­ler­stand zu über­mit­teln.

5. Strom­rech­nung zu hoch: Mög­li­che Ursa­chen

Wenn dir dei­ne Strom­rech­nung trotz Über­mitt­lung des Zäh­ler­stan­des zu hoch vor­kommt, soll­test du zunächst die Rech­nung prü­fen. Es kann sein, dass sich ein­fach ein Feh­ler ein­ge­schli­chen hat, bei­spiels­wei­se ein Zah­len­dre­her bei dei­nem Zäh­ler­stand. Um das bewei­sen zu kön­nen ist es nicht ver­kehrt, wäh­rend des Able­sens ein Foto von dem Strom­zäh­ler zu machen, auf dem man den Stand gut erken­nen kann.

Soll­te der Zäh­ler­stand kor­rekt sein, dein Strom­ver­brauch aller­dings im Ver­gleich zum Vor­jahr deut­lich erhöht, obwohl sich dein Ver­brauchs­ver­hal­ten nicht geän­dert hat oder du Strom­spar­maß­nah­men ergrif­fen hast, kann das haupt­säch­lich zwei Grün­de haben.

Der ers­te Grund ist ein tech­ni­scher Defekt. Beson­ders häu­fig sind defek­te Kühl­schrän­ke und Tief­kühl­tru­hen für einen zu hohen Strom­ver­brauch ver­ant­wort­lich. Defekt bedeu­tet nicht, dass das Gerät nicht mehr funk­tio­niert. Es kann auch sein, dass nur die Kühl­re­gu­lie­rung defekt ist und das Gerät auf der höchs­ten Stu­fe läuft, obwohl eine klei­ne­re Stu­fe ein­ge­stellt ist.

So ein Defekt bleibt oft lan­ge unbe­merkt. Nach­prü­fen kannst du das mit einem Kühl­schrankther­mo­me­ter. Wenn die Tem­pe­ra­tur deut­lich unter der gewünsch­ten liegt, ist der Fall ein­deu­tig. Du soll­test das Gerät dann repa­rie­ren las­sen oder aus­tau­schen. Alter­na­tiv kannst du auch ein Strom­ver­brauchs­mess­ge­rät benut­zen. So ein Gerät steckst du zwi­schen Steck­do­se und Ver­brauchs­ge­rät. Es zeigt dir dann an, wie hoch der aktu­el­le Strom­ver­brauch des Gerä­tes ist und du kannst prü­fen, ob er deut­lich über dem erwar­te­ten Wert liegt.

Ansons­ten kann auch ein Defekt des Strom­zäh­lers vor­lie­gen. Strom­zäh­ler sind geeicht und gel­ten als feh­ler­frei. Wenn du trotz­dem einen Defekt ver­mu­test, kannst du dei­nen Strom­zäh­ler über­prü­fen las­sen. Das lohnt sich aber meist nur bei extrem erhöh­ten Strom­ver­brauch, also wenn sich dein Strom­ver­brauch bei­spiels­wei­se ver­drei­facht oder ver­fünf­facht hat. Falls eine Über­prü­fung ergeb­nis­los aus­fal­len soll­te, kannst du immer noch Kla­ge ein­rei­chen. Es bestehen durch­aus Chan­cen, dass das Gericht zu dem Urteil kommt, dass es sich höchst­wahr­schein­lich um einen offen­sicht­li­chen Feh­ler han­delt, wenn der Strom­ver­brauch tat­säch­lich unrea­lis­tisch hoch ist.

Die bes­ten Tipps zum Strom­an­bie­ter Ver­gleich

StromvergleichEin Strom­an­bie­ter Ver­gleich ist schnell und ein­fach durch­ge­führt. Doch beson­ders vor dem ers­ten Anbie­ter­wech­sel sind vie­le Ver­brau­cher ver­un­si­chert, da sie befürch­ten, in eine Kos­ten­fal­le zu tap­pen oder wäh­rend des Wech­sels tage­lang ohne Strom aus­kom­men zu müs­sen. Die Angst vor einem Strom­aus­fall ist abso­lut unbe­grün­det.
Soll­te der alte Tarif gekün­digt wor­den sein und es zu Pro­ble­men bei der Anmel­dung beim neu­en Anbie­ter kom­men, springt auto­ma­tisch der loka­le Grund­ver­sor­ger ein. Der Grund­ta­rif ist in der Regel recht teu­er, aber immer noch bes­ser, als gar kei­nen Strom zu bekom­men. Ein guter Ener­gie­an­bie­ter erstat­tet sei­nem Neu­kun­den in der Regel pro­blem­los die unnö­tig ange­fal­le­nen Kos­ten, wenn er selbst an der ver­spä­te­ten oder miss­glück­ten Anmel­dung Schuld ist. Eine dro­hen­de Kos­ten­fal­le kann man umge­hen, wenn man unse­re bes­ten Tipps zum Strom­an­bie­ter­ver­gleich berück­sich­tigt.

1. Strom­an­bie­ter nie­mals im Vor­aus bezah­len

Man­che Tari­fe locken mit beson­ders nied­ri­gen Prei­sen pro Kilo­watt­stun­de, wenn man den zu erwar­ten­den Jah­res­ver­brauch bereits im Vor­aus bezahlt. Das Ener­gie­un­ter­neh­men hat durch die Vor­aus­zah­lung Pla­nungs­si­cher­heit und kann güns­ti­ge­re Prei­se anbie­ten.
Aller­dings ist es häu­fig so, dass nicht ver­brauch­te Kilo­watt­stun­den nach einem Jahr ver­fal­len oder der Preis pro KWh dras­tisch ansteigt, soll­te man mit dem gebuch­ten Kon­tin­gent nicht aus­ge­kom­men sein.
Hin­zu kommt, dass das Geld in der Regel weg ist, soll­te der Anbie­ter Insol­venz anmel­den. Das Geld wie­der­zu­be­kom­men ist sehr unwahr­schein­lich und wenn der Strom­ver­sor­ger kei­nen Strom mehr lie­fern kann, muss man zunächst mit der teu­ren Grund­ver­sor­gung vor­lieb neh­men.

2. Kei­ne Kau­ti­on bezah­len

Beim Ver­gleich von Strom­an­bie­ter soll­te man Tari­fe, bei denen eine Kau­ti­on hin­ter­legt wer­den muss, mög­lichst aus­blen­den. Das Sys­tem ist ver­gleich­bar mit der Miet­kau­ti­on. Der Anbie­ter ver­langt die Zah­lung meh­re­rer Monats­ab­schlä­ge im Vor­aus. Damit sichert er sich für den Fall ab, dass der Ver­brau­cher sei­ne Abschlä­ge nicht bezahlt.
Abge­se­hen davon, dass es so wirkt, als wür­de der Ver­sor­ger sei­nen Kun­den nicht zutrau­en, die Abschlä­ge bezah­len zu kön­nen, besteht bei Tari­fen die­ser Art das Pro­blem, das auch bei Vor­aus­zah­lungs-Tari­fen besteht. Soll­te der Anbie­ter Plei­te gehen, ist die Wahr­schein­lich­keit, sein Geld wie­der­zu­be­kom­men, ziem­lich gering. Zudem ist es auch gut mög­lich, dass es Schwie­rig­kei­ten bei der Rück­zah­lung der Kau­ti­on gibt, wenn man zu einem ande­ren Anbie­ter wech­selt.

3. Ver­trags­lauf­zeit und Kün­di­gungs­frist beim Strom­ver­gleich beach­ten

Man soll­te sich nicht zu lan­ge an einen Strom­an­bie­ter bin­den. Die Min­dest­ver­trags­lauf­zeit soll­te höchs­tens ein Jahr betra­gen. Aus­nah­men soll­te man nur machen, wenn der Anbie­ter garan­tiert, dass der Strom­preis wäh­rend der Min­dest­ver­trags­lauf­zeit nicht erhöht wird, auch wenn die EEG-Umla­ge erhöht wer­den soll­te.
Auch die Kün­di­gungs­frist soll­te nicht zu lang sein. Vier bis sechs Wochen sind das Maxi­mum. Ansons­ten ist es kaum mög­lich, schnell und fle­xi­bel auf neue Ange­bo­te zu reagie­ren.

4. Boni beim Strom­ver­gleich ein­kal­ku­lie­ren

Bei Strom­an­bie­ter Ver­gleichs­por­ta­len gibt es regel­mä­ßig Bonus- und Cash­back-Aktio­nen. Dabei kann es sich um Ein­mal­zah­lun­gen oder Rech­nungs­gut­schrif­ten han­deln. In der Tarif­über­sicht ist stets ange­ge­ben, wel­che Boni bei Ver­trags­ab­schluss ver­ge­ben wer­den. Die Boni sind übli­cher­wei­se bereits bei der Berech­nung der Abschlags­zah­lun­gen mit ein­be­zo­gen. Erkenn­bar ist dies auch an der For­mu­lie­rung „xxx Euro im ers­ten Jahr“.
Wenn Bei­spiels­wei­se 200 Euro Sofort­bo­nus aus­ge­zahlt wer­den, wird die­ser von den vor­aus­sicht­li­chen Kos­ten im ers­ten Jahr abge­zo­gen, wodurch die monat­li­chen Abschlä­ge güns­ti­ger erschei­nen. Bezahlt wer­den muss aller­dings der ursprüng­li­che Wert, da die 200 Euro aus­ge­zahlt und nicht mit den Abschlä­gen ver­rech­net wer­den. Wer nicht in jedem Jahr zu einem neu­en Strom­an­bie­ter wech­seln möch­te, soll­te die Kos­ten ohne Berück­sich­ti­gung der Boni ver­glei­chen.

5. Regel­mä­ßig Strom­an­bie­ter­ver­gleich durch­füh­ren

Auf dem Ener­gie­markt wird hart um die Gunst der Ver­brau­cher gekämpft. Es kann also nicht scha­den, regel­mä­ßig nach neu­en Ange­bo­ten Aus­schau zu hal­ten. Eigent­lich reicht es aber schon aus, ein­mal pro Jahr einen Strom­an­bie­ter Ver­gleich durch­zu­füh­ren, kurz bevor die Kün­di­gungs­frist abge­lau­fen ist. Dann kann man ent­schei­den, zu einem ande­ren Anbie­ter zu wech­seln oder den Ver­trag wei­ter­zu­füh­ren.
Wer jähr­lich nach bes­se­ren Strom­ta­ri­fen schaut, kann von den Boni pro­fi­tie­ren und in jedem Jahr Ver­güns­ti­gun­gen oder Ein­mal­zah­lun­gen erhal­ten.
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Wei­te­re Info­por­ta­le zum The­ma Ener­gie, Strom und Prei­se:

Bun­des­netz­agen­tur (Link zum Por­tal)

Euro­pean Ener­gy Exchan­ge (Link zur Strom­bör­se)

Online Strom­rech­ner (Link zu Stromrechner.com)

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