Kre­dit­kar­ten

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kreditkarte visa mastercard goldEine Kre­dit­kar­te ist aus vie­ler­lei Grün­den nütz­lich. Mit einer Kre­dit­kar­te kannst du welt­weit zu guten Kon­di­tio­nen Geld abhe­ben und auch fast über­all bezah­len, ohne dass teu­re Zusatz­ge­büh­ren anfal­len. Außer­dem ist sie sehr gut geeig­net, um Zah­lun­gen auf­zu­schie­ben. Wenn zum Bei­spiel dei­ne Wasch­ma­schi­ne kaputt geht und du eine neue brauchst, aber dein Kon­to­stand es am Monats­en­de nicht mehr her­gibt, kannst du sie mit der Kre­dit­kar­te bezah­len. So rutscht dein Kon­to­stand nicht sofort ins Minus und du zahlst die Kre­dit­kar­ten­rech­nung im kom­men­den Monat, wenn dein Gehalt ein­ge­gan­gen ist.

Brau­che ich eine Kre­dit­kar­te?

Du brauchst nicht zwin­gend eine Kre­dit­kar­te. Scha­den kann es aber nicht, da eine Kre­dit­kar­te ein­fach vie­le Vor­tei­le bie­tet, vor allem, wenn du dich im Aus­land befin­dest oder in aus­län­di­schen Online­shops ein­kaufst. Kre­dit­kar­ten wer­den in Deutsch­land fast über­all akzep­tiert, in ande­ren Län­dern kann man sogar von flä­chen­de­cken­der Akzep­tanz spre­chen.

Im Aus­land Geld abzu­he­ben kann schnell eine teu­re Ange­le­gen­heit wer­den, zumin­dest mit der EC-Kar­te. Die Zusatz­ge­büh­ren lie­gen unab­hän­gig von der abge­ho­be­nen Sum­me zwi­schen 5 bis 10 Euro zuzüg­lich einem gewis­sen Pro­zent­satz der aus­ge­zahl­ten Sum­me. Auch bezah­len mit der EC-Kar­te ist teu­rer, da meist auch ein klei­ner Pro­zent­satz der gezahl­ten Sum­me als Gebühr berech­net wird. Mit einer Kre­dit­kar­te kannst du in der Regel ohne Zusatz­kos­ten Geld abhe­ben bzw. bezah­len.

Ein wei­te­rer Vor­teil ist, dass du mit einer Kre­dit­kar­te im Not­fall etwas kau­fen kannst, auch wenn das Geld der­zeit nicht zur Ver­fü­gung steht. Du musst mit einer Kre­dit­kar­te nicht auf den nächs­ten Gehalts­ein­gang war­ten, um ein defek­tes Gerät zu erset­zen, ohne dei­nen Dis­po­kre­dit in Anspruch neh­men zu müs­sen. Auf der ande­ren Sei­te birgt eine Kre­dit­kar­te stets die Gefahr der Über­schul­dung, da der Gedan­ke „das kann ich ja spä­ter bezah­len“ ger­ne mal zu unnö­ti­gen Impuls­käu­fen füh­ren kann und nicht nur zum Über­bü­cken.

Wenn du zu sol­chen Impuls­käu­fen neigst, kannst du auch auf eine Pre­paid-Kre­dit­kar­te zurück­grei­fen. Sie funk­tio­niert wie eine nor­ma­le Kre­dit­kar­te, abge­se­hen davon, dass du die Kre­dit­kar­te per Über­wei­sung von dei­nem Giro­kon­to auf­la­den musst. Du kannst nur so viel Geld aus­ge­ben, wie du auf dei­ne Kre­dit­kar­te gela­den hast. Nach­fol­gend gehen wir näher auf ein­zel­ne Aspek­te von Kre­dit­kar­ten ein und erklä­ren dir, wor­auf du bei der Ent­schei­dung für eine Kre­dit­kar­te ach­ten soll­test.

Was ist bei einer Kre­dit­kar­te zu beach­ten?

Bei einer Kre­dit­kar­te kommt es grund­le­gend auf die Gebüh­ren und die Rück­zah­lungs­mo­da­li­tä­ten an. Es gibt bei­spiels­wei­se Kre­dit­kar­ten, bei denen die belas­te­te Sum­me monat­lich am Stück oder zu einem gewis­sen Pro­zent­satz von dei­nem Kon­to abge­bucht wird. Bei ande­ren Kar­ten ver­hält es sich wie bei einer EC-Kar­te und der Betrag wird sofort von dei­nem Kon­to abge­bucht.

Gebüh­ren

Ein wich­ti­ger Punkt ist natür­lich der Kos­ten­fak­tor. Vie­le Kre­dit­kar­ten wer­den kos­ten­los ange­bo­ten, für ande­re Kar­ten zahlst du eine Jah­res­ge­bühr von etwa bis zu 40 Euro. Hier­bei soll­test du auf die all­ge­mei­nen Geschäfts­be­din­gun­gen der jewei­li­gen Ban­ken ach­ten und ver­glei­chen, ob sich eine Kre­dit­kar­te mit Jah­res­ge­bühr für dich loh­nen könn­te. Das kann der Fall sein, wenn bei­spiels­wei­se Gebüh­ren für die Nut­zung der Kre­dit­kar­te redu­ziert sind oder du wei­te­re Vor­tei­le hast, wie etwa kos­ten­lo­ses Geld abhe­ben an allen Geld­au­to­ma­ten welt­weit.

Kre­dit­kar­te mit Zusatz­leis­tun­gen

Häu­fig wer­den Kre­dit­kar­ten in Kom­bi­na­ti­on mit Zusatz­leis­tun­gen ange­bo­ten. Sol­che Zusatz­leis­tun­gen sind bei­spiels­wei­se Ver­si­che­run­gen wie eine Rechts­schutz- oder Unfall­ver­si­che­rung. Du soll­test in so einem Fall ganz genau prü­fen, ob das Ange­bot für dich sinn­voll ist. Laut einer For­sa-Umfra­ge vom Sep­tem­ber 2016 leh­nen 37 Pro­zent der Deut­schen Kre­dit­kar­ten mit Zusatz­leis­tun­gen ab, 44 Pro­zent sind die Zusatz­leis­tun­gen egal.

Der Haupt­grund liegt in den Gebüh­ren, die auch von Ver­brau­cher­schüt­zern oft als intrans­pa­rent bezeich­net wer­den. Auch den Daten­schutz sehen vie­le Leu­te kri­tisch. Eine oft ange­bo­te­ne Zusatz­leis­tung hat die Form eines Payback-Pro­gramms. Du sam­melst beim Ein­kau­fen Punk­te und kriegst dafür Rabat­te oder Prä­mi­en. Im Gegen­zug erfährt das Unter­neh­men aber vie­les über dein Ein­kaufs­ver­hal­ten.

Kre­dit­kar­te ohne Schufa?

Übli­cher­wei­se bekommst du eine Kre­dit­kar­te nur nach posi­ti­ver Schufa-Über­prü­fung. Soll­test du kei­ne Kre­dit­kar­te aus­ge­stellt bekom­men, kannst du auch zu einer Kre­dit­kar­te ohne Schufa-Über­prü­fung grei­fen. Die bes­te Opti­on ist an die­ser Stel­le die Pre­paid-Kre­dit­kar­te. Da du damit kei­ne Schul­den machen kannst, bekommst du sie in der Regel auch bei einer nega­ti­ven Schufa-Aus­kunft.

Alter­na­tiv gibt es auch nor­ma­le Kre­dit­kar­ten ohne Schufa. Meist wer­den sie von Ban­ken aus dem EU-Aus­land ange­bo­ten. Sol­che Kre­dit­kar­ten sind jedoch mit Vor­sicht zu genie­ßen, denn die Ban­ken las­sen sich ihr Risi­ko durch ent­spre­chend hohe Gebüh­ren bezah­len.

Kre­dit­rah­men

Wich­tig ist natür­lich auch die Fra­ge, wie viel Geld du mit der Kre­dit­kar­te aus­ge­ben kannst. Emp­feh­lens­wert ist ein Kre­dit­rah­men, der einen Monats­lohn nicht über­steigt. Das hält das Risi­ko der Über­schul­dung in über­schau­ba­ren Gren­zen und wenn du etwas anschaf­fen musst, was mehr als einen Monats­lohn kos­tet, ist eine Raten­zah­lung meist bes­ser, als Zin­sen auf die Kre­dit­kar­te zu zah­len.

Pre­paid-Kre­dit­kar­te sinn­voll?

Eine Pre­paid-Kre­dit­kar­te eig­net sich ide­al für jeden, der eine Kre­dit­kar­te haben möch­te, sich aller­dings vor den Gefah­ren fürch­tet bzw. nicht aus­set­zen möch­te. Die größ­te Gefahr ist die der Über­schul­dung durch spon­ta­ne Impuls­käu­fe. Wenn das Geld erst spä­ter abge­bucht wird, tau­chen die Zah­lun­gen nicht auf dem nor­ma­len Kon­to­aus­zug auf, wodurch die Gefahr ent­steht, die Über­sicht zu ver­lie­ren und mehr Geld aus­zu­ge­ben, als vor­han­den ist.

Das Prin­zip der Pre­paid-Kre­dit­kar­te kennst du sicher­lich von Pre­paid-Han­dys. Du lädst dei­ne Kre­dit­kar­te per Über­wei­sung mit einem bestimm­ten Betrag auf. Mehr als die­sen Betrag kannst du mit der Kre­dit­kar­te nicht aus­ge­ben, denn es ist nicht mög­lich, eine Pre­paid-Kre­dit­kar­te zu über­zie­hen. Pre­paid-Kre­dit­kar­ten wer­den in den meis­ten Fäl­len kos­ten­los ange­bo­ten. Da du die Kar­te nicht über­zie­hen kannst, ist oft­mals auch kei­ne Schufa-Aus­kunft not­wen­dig.

Rück­zah­lung & Zin­sen

Wenn du etwas mit der Kre­dit­kar­te bezahlst, musst du dem Kre­dit­in­sti­tut das Geld natür­lich zurück­zah­len. In der Regel geschieht das, indem die Bank das Geld an einem bestimm­ten Zeit­punkt von dei­nem Giro­kon­to abbucht. Meist geschieht das in einer Sum­me an einem bestimm­ten Tag des Monats.

Manch­mal kannst du auch Raten­zah­lung ver­ein­ba­ren. Dann wer­den zum Bei­spiel vier Mona­te lang jeweils 25 Pro­zent der Sum­me abge­bucht. Bei die­sem Modell zahlst du aber übli­cher­wei­se Zin­sen. Prak­tisch kön­nen auch Kre­dit­kar­ten sein, die wie eine EC-Kar­te funk­tio­nie­ren, was bedeu­tet, dass das Geld genau­so schnell abge­bucht wird, wie es mit einer EC-Kar­te der Fall gewe­sen wäre. Der Nach­teil ist natür­lich, dass der Vor­teil des spä­ten Bezah­lens dadurch aus­ge­he­belt wird. Posi­tiv hin­ge­gen ist, dass du dei­ne Aus­ga­ben auf dem Kon­to­aus­zug jeder­zeit im Blick hast.

Wie fin­de ich die bes­te Kre­dit­kar­te?

Eine grund­le­gen­de Über­sicht zu Kre­dit­kar­te fin­dest du über einen Ver­gleich im Inter­net. Du brauchst nur weni­ge Daten ange­ben und kannst die Such­ergeb­nis­se fil­tern, um dir zum Bei­spiel nur Pre­paid-Kre­dit­kar­ten oder kos­ten­lo­se Kre­dit­kar­ten anzei­gen zu las­sen. Dabei gilt es aber zu beach­ten, dass nie alle Kre­dit­kar­ten­an­ge­bo­te in Deutsch­land in sol­chen Ver­glei­chen ange­zeigt wer­den kön­nen, da nicht alle die glei­che Ange­bots­da­ten­bank spei­sen oder es auch regio­na­le Ange­bo­te bei dei­ner Haus­bank geben kann, die über das Inter­net gar nicht an die All­ge­mein­heit ver­mit­telt wer­den.

Kre­dit­kar­te Check­lis­te

  • Wofür und wie oft brau­che ich eine Kre­dit­kar­te?
  • Reicht eine Pre­paid-Kre­dit­kar­te?
  • Will ich mit der Kre­dit­kar­te sofort oder spä­ter bezah­len?
  • Möch­te ich die Kre­dit­kar­te über­zie­hen kön­nen?
  • Benö­ti­ge ich Zusatz­leis­tun­gen wie Shop­ping-Vor­tei­le oder Ver­si­che­run­gen? Wie sind die Bedin­gun­gen der Ver­si­che­rung?
  • Möch­te ich den Kre­dit in Raten zurück­zah­len?
  • Wenn kos­ten­los, bleibt die Kre­dit­kar­te kos­ten­los oder ist sie es nur im ers­ten Jahr?
  • Visa oder Mas­ter­card oder Ame­ri­can Express?
  • Ist das Bezah­len mit der Kre­dit­kar­te kos­ten­los? Welt­weit, europ­weit, im Inland?
  • Ist die Bar­geld­ab­he­bung mit der Kre­dit­kar­te kos­ten­los? Welt­weit, europ­weit, im Inland?
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